Montag, 30. März 2020

2500 Nordtirol-Urlauber schließen sich Sammelklage an

In Nordtirol haben sich offenbar 2500 Urlauber einer Sammelklage des Verbraucherschutzvereins (VSV) angeschlossen. Der Vorwurf: Die Behörden in Nordtirol hätten zu spät auf die Corona-Krise reagiert.

In Ischgl steckten sich viele Menschen an.
In Ischgl steckten sich viele Menschen an. - Foto: © APA (Archiv) / JAKOB GRUBER
Vergangenen Freitag war noch von 400 Urlaubern die Rede gewesen, die davon ausgehen, sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Den Schwerpunkt würden Meldungen deutscher Urlauber bilden, hatte es geheißen. Rund 90 Prozent davon betreffen Ischgl und das Paznauntal.

Der VSV hatte vergangene Woche gegen Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), Landesräte, Bürgermeister und Seilbahngesellschaften eine Anzeige eingebracht. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck teilte daraufhin mit, bezüglich dieser Sachverhaltsdarstellung vorerst noch keine Ermittlungen eingeleitet zu haben.

Dies war auch am Montag der unveränderte Stand. „Wir führen derzeit keine Ermittlungen aufgrund eines konkreten Verdachts gegen konkrete Personen“, sagte Sprecher Hansjörg Mayr der APA. Die Polizei sei allerdings damit beauftragt worden, einen Bericht darüber zu erstatten, „wer wann über welche Informationen verfügt hat, und wie darauf reagiert wurde“.

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apa/zor

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