Samstag, 18. März 2017

26-Jähriger befreit sich in Innsbruck selbst aus Lawine

Sein Lawinenairbag hat einem 26 Jahre alten Innsbrucker am Freitagnachmittag vermutlich das Leben gerettet. Der Mann löste mit seinem Splitboard in einer Rinne der östlichen Kaminspitze der Innsbrucker Nordkette zwei Lawinen aus. Von der zweiten wurde er mitgerissen und mehrmals unter die Schneemassen gezogen.

Der 26-Jährige ist damit nur knapp dem Tod entkommen.
Der 26-Jährige ist damit nur knapp dem Tod entkommen. - Foto: © shutterstock

Die erste Lawine löste der 26-Jährige kurz nach 16.00 Uhr aus. Um ihr zu entkommen, sprang er mit seinem Board über einen Geländerücken in eine weitere Rinne, wo er jedoch erneut ein Schneebrett in Gang setzte, teilte die Tiroler Polizei mit.

Nachdem der Wintersportler bemerkte, dass er der Lawine nicht mehr entkommen konnte, löste er seinen Airbag aus. Er wurde daraufhin zwar mehrmals unter die Schneemassen gezogen, kam aber immer wieder nach oben.

Nach etwa 50 Metern gelang es dem Innsbrucker, sich seitlich aus der langsamer werdenden Lawine zu befreien. Das Schneebrett hatte eine Anrisshöhe von rund 50 Zentimetern, eine Länge von etwa 900 Metern und eine Breite von 20 Metern.

Der Bruder des Verletzten, der den Vorfall vom Ausgangspunkt am Berg beobachtet hatte, alarmierte die Rettungskräfte. Der Mann wurde mit dem Notarzthubschrauber C1 in das Landeskrankenhaus Hall in Tirol geflogen und dort stationär aufgenommen. Er zog sich eine schwere Knieverletzung und zahlreiche Prellungen an Kopf und Körper zu.

apa

stol