Donnerstag, 14. Mai 2015

2769 Einsätze für Rettungshubschrauber

Die Südtiroler Flugrettung blickt wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In der Vollversammlung am 11. Mai legte der HELI-Vorstand Rechenschaft über die Tätigkeit des Jahres 2014 ab: 2769 Einsätze verzeichneten die Rettungshubschrauber Pelikan 1 und Pelikan 2 sowie der saisonsgebundene Rettungshubschrauber des Aiut Alpin Dolomites, sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

Foto: Ph. Franceschini 2015
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Foto: Ph. Franceschini 2015

Mit den drei Hubschraubern wurden 2576 Patienten geflogen, von denen 57,3 Prozent aus Südtirol waren, 29,7 Porzent aus dem Ausland und 13 Prozent aus anderen italienischen Provinzen.

Im Schnitt verzeichnete Südtirols Flugrettung acht Einsätze von einer durchschnittlichen Gesamtdauer von 4,6 Stunden täglich. Um für jede Herausforderung gerüstet zu sein, wurden 2014 zusammen mit den Partnerorganisationen der Bergrettungsdienste, der Notärzte, des Zivilschutzes und der Rettungsorganisationen 87 Übungsflüge während insgesamt 114 Flugstunden durchgeführt.

Neue Rettungshubschrauber seit März 

Wie sicher nicht alleine den vielen Hubschrauberfans aufgefallen ist, kreisen seit März neue Rettungshubschrauber-Typen in den Südtiroler Lüften. Wegen des Inkrafttretens einer neuen EU-Verordnung musste ein neues Hubschraubermodell in den Dienst gestellt werden. Die Wahl fiel auf den Typ Airbus Helikopter H145, der nun den mittlerweile über zwanzig Jahre lang eingesetzten Pelikan-Typ BK117 ersetzt.

Die Gesamtkosten der Südtiroler Flugrettung betrugen im Vorjahr rund 6,492 Millionen Euro. Nach Abzug der Einnahmen aus den Tickets der Südtiroler Patienten, den Kostenrückerstattungen von ausländischen Patienten und Versicherungen sowie aus den Verrechnungen von provinzfremden Patienten kostete die Flugrettung dem Steuerzahler am Ende rund 2,546 Millionen Euro, was etwas mehr als einem Drittel (39,2 Prozent) der Gesamtkosten entspricht.

2014 war auch von einem positiven Gerichtsurteil des Staatsrates gekennzeichnet, das die Ausschreibung des Flugrettungsdienstes aus dem Jahre 2012 als rechtmäßig erklärt hat. Diese Entscheidung des Staatsrates vom vorigen Dezember gibt nun die Rechtssicherheit, die nötig ist, um die Vergabe des Flugrettungsdienstes des Landes in diesem Jahr durchzuführen. 

stol

stol