Dieser sah gegen sieben Uhr morgens ein völlig zerstörtes Geländefahrzeug vom Typ Ford Pick-Up im Zargenbach im Gewerbegebiet "Kalchgrube" liegen. Sofort alarmierte er die Landesnotrufzentrale, die das Team des Rettungshubschraubers Pelikan II, das Weiße Kreuz der Sektion Klausen, die Freiwilligen Feuerwehren von Waidbruck, Villanders und Barbian sowie die Carabinieri von Brixen und Waidbruck verständigte. Das Großaufgebot an Rettungskräften rückte unverzüglich aus, um nach verunglückten Personen zu suchen. Schwieriger Einsatz: Feuerwehren bauen Zugang Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da das Autowrack nur sehr schwer zugänglich war. Daher musste von den Feuerwehren zunächst ein Zugang zum Unfallort „gebaut“ werden. Als festgestellt werden konnte, dass sich im beschädigten Auto keine Personen befanden, begannen die Freiwilligen Feuerwehren das Bachbett und die nähere Umgebung abzusuchen. Allerdings konnte der Unfalllenker ziemlich schnell ausgemacht werden: Als dieser das Großaufgebot an Rettungskräften bemerkte, eilte er zum Unfallort. 50 Meter über Böschung gestürzt Der 29-jährige Slowake hatte großes Glück im Unglück gehabt, da er mit seinem Ford Pick-Up von einer steilen Böschung rund 50 Meter in den Zargenbach gestürzt war, wie sich später herausstellte. Dabei hatte sich das Fahrzeug mehrmals überschlagen. Mit den Autorädern nach oben zeigend war der Ford Pick-Up schließlich im Bachbett aufgeprallt.Unfalllenker verbrachte die Nacht bei einem Freund L.V. wurde noch während des Absturzes aus dem Auto geschleudert. Dabei zog er sich mehrere Prellungen und Abschürfungen zu. Detail am Rande: Der 29-Jährige meldete den Unfall nicht bei den Ordnungshütern, sondern ging zu einem Freund, welcher in der Nähe des Unglückortes wohnte und verbrachte dort die Nachtstunden. Erst als er am Morgen die Rettungskräfte sah, eilte L.V. zu ihnen. Der Slowake wurde von den Sanitätern des Weißen Kreuzes und vom Notarzt des Rettungshubschraubers Pelikan II erstversorgt und anschließend in das Krankenhaus nach Brixen gebracht. Die Feuerwehren von Waidbruck und Villanders bargen das Unfallauto mit einem Kran und einer Seilwinde aus dem Bachbett. joi