Rom gibt für die Booster-Impfung schon einen Zeitplan vor, aber die Landesregierung will es um eine Spur schneller.<BR /><BR /><BR /><BR />Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte am Mittwoch im Parlament angekündigt, dass sich ab 1. Dezember alle 40- bis 60-Jährigen in Italien die dritte Corona-Impfdosis verabreichen lassen können. Auch Bürger, die die Einmal-Impfung von Johnson & Johnson erhalten haben, sollen 6 Monate nach der ersten Dosis eine Auffrischung erhalten. Verabreicht werden als dritte Dosis die mRNA-Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna.<BR /><BR />Landesrat Thomas Widmann geht nun noch einen Schritt weiter und will die Booster-Impfung bereits ab nächster Woche für alle Bürger in Südtirol ab 12 Jahren ermöglichen. <BR /><BR /><b>Für alle Altersgruppen</b><BR /><BR />Seit Anfang Mai können in Südtirol alle Bürger ab 50 Jahren gegen Corona geimpft werden, seit Mitte Mai die Bürger ab 40 Jahren, ab Juni wurde dann die Impfung auch für Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben. Somit stünde 6 Monate nach der Zweitimpfung nicht nur für die Generation 60+ die Booster-Impfung an, sondern auch für die anderen Alterskategorien.<BR /><BR /> Widmann hält nicht viel von der Strategie des Staates, Schritt für Schritt und Alterskategorie für Alterskategorie die Booster-Impfung bereit zu stellen. „Bei uns ist die Situation eine andere. Wir werden ganz stark zur Impfung aufrufen und Druck machen, damit die Bürger verstehen, dass dies der Ausweg ist – wie man es auch in Israel gesehen hat“, sagt Widmann. <BR /><BR />Der Gesundheitslandesrat geht davon aus, dass ein Alleingang Südtirols beim Vorziehen der Auffrischungsimpfung auch rechtlich vertretbar wäre. „Welcher Richter kann uns klagen, wenn wir bereits vorzeitig impfen?“, meint der Gesundheitslandesrat.<BR /><BR /><b>Genügend Impfstoff</b><BR /><BR />Widmann betont, wie wichtig es jetzt sei, ältere, chronisch kranke und andere besonders gefährdete Menschen vor Infektionen zu schützen. <BR />Impfstoff habe man in Südtirol ausreichend auf Lager, um allen Bürgern, die die dritte Impfung erhalten wollen, den Impfstoff verabreichen zu können. Das Impf-Interesse in den vergangenen Wochen hat sich bekanntlich stark in Grenzen gehalten. <BR /><BR />„Die Corona-Lage spitzt sich total zu“, warnt Widmann. Vergleichbar mit dem Herbst 2020 sei die Situation aber nicht. „Vor einem Jahr waren alle Südtiroler nicht geimpft, jetzt sind es noch 150.000. Auch wenn es manche nicht verstehen wollen: Es ist heuer nach wie vor die Pandemie der Ungeimpften“, sagt Widmann. Sein Appell gehe deshalb an die Eigenverantwortung der Bürger: „Unbedingt impfen“, fordert Widmann auf.<BR />