Dienstag, 28. Mai 2019

3 Tote nach blutiger Messerattacke auf Kinder in Japan

Bei einer Messerattacke auf Schulmädchen hat ein Mann in Japan mindestens 2 Menschen getötet. Fast 20 Menschen, die meisten davon Kinder, wurden verletzt. Wie lokale Medien am Dienstag berichteten, starben ein Mädchen und ein Erwachsener an den Stichverletzungen. Der mutmaßliche Täter, ein Mann in den 50ern, hatte sich nach der Tat selbst in den Hals gestochen und starb später im Krankenhaus.

Polizei am Tatort Foto: APA (AFP)
Polizei am Tatort Foto: APA (AFP)

Er hatte in der Früh an einer Bushaltestelle der Tokioter Nachbarstadt Kawasaki aus unbekanntem Grund mit 2 Messern auf die Kinder eingestochen, die auf ihren Schulbus warteten. Augenzeugenberichten zufolge soll der Mann dabei geschrien haben: „Ich werde euch töten.”

Krankenwagen eilten zum Tatort, den die Polizei absperrte. Unter den verwundeten Kindern und Erwachsenen gab es auch Schwerverletzte, wie Medien berichteten. Die Schulmädchen gehen zur Caritas-Volksschule, einer privaten katholischen Schuleinrichtung in der Stadt Kawasaki. Ministerpräsident Shinzo Abe wies das Erziehungsministerium an, dafür zu sorgen, dass Kinder in Japan in Sicherheit zur Schule gehen können. US-Präsident Donald Trump, der an diesem Tag seinen Staatsbesuch in Japan beendete, drückte den Opfern der Attacke sein Beileid aus.

„Zeit im Blick“ hat ebenfalls davon berichtet.

Angeblich sicherstes Land der Welt zeigt sich schockiert 

Das Blutbad schockiert ganz Japan - zumal die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt den Ruf genießt, eines der sichersten Länder der Welt zu sein. Doch haben in den vergangenen Jahren die Übergriffe mit Messern in dem Inselreich zugenommen. Bei dem bisher blutigsten Amoklauf in Japan seit Jahrzehnten hatte ein junger Mann vor 3 Jahren in einem Behindertenheim 19 wehrlose Menschen erstochen.

2008 hatte ein Mann in Tokio 7 Menschen erstochen. Der Japaner war zur Mittagszeit in einem auch bei Touristen beliebten Viertel mit einem Lastwagen in die Menge gerast und hatte wahllos auf Passanten eingestochen. 10 Menschen wurden verletzt. Der Mann wurde später zum Tod verurteilt. Das Blutbad in Tokio ereignete sich am gleichen Tag wie jenes im Jahr 2001, als ein Amokläufer in einer Schule in der Stadt Ikeda wahllos 8 Kinder mit einem Küchenmesser erstach.

apa/dpa

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stol