Um ein solches Fahrzeug verschrotten zu können, vergehen Monate – und alles auf Kosten der Steuerzahler. <BR /><BR />Wie bereits berichtet, stehen allein am Untermaiser Bahnhof vier fahruntüchtige Autos sowie ein Scooter. „Aber auch in Sinich stehen beispielsweise solche ,Geister-Fahrzeuge‘, am Platz sowie in der Filzi- und Abarth-Straße“, sagt Kommandant De Paoli.<BR /><BR />Seit vergangenem Juli hat die Stadtpolizei Meran acht Fahrzeuge verschrotten lassen. „Es geht nicht schneller, denn die bürokratischen Wege sind zeitlich gesehen sehr lang. Denn zunächst liegt es an uns, den Besitzer des Autos oder Scooters ausfindig zu machen. Es gilt, die Dokumente zuzustellen und dann abzuwarten, ob eine Antwort kommt. Es dauert rund vier Monate, bis dieser Ämterweg abgeschlossen ist. 99 Prozent der Fälle sind Einwanderer, die Autos einfach parken und stehen lassen. Für uns ist es ein Glücksfall, wenn wir einen Besitzer ausfindig machen, denn dann muss dieser für die Park- und Verschrottungskosten aufkommen“, sagt De Paoli.<BR /><BR />Eine Verschrottung kostet den Steuerzahler rund 400 Euro. „Darin beinhaltet ist auch die Parkgebühr fürs Depot; das sind zehn Euro am Tag. Dazu kommen die Kosten für die Zustellung der Dokumente und die Abschleppung der Fahrzeuge usw.“, sagt De Paoli.<BR /><BR />Das Autodepot, das die Gemeinde angemietet hat, verfügt über 30 Stellplätze, zehn müssten immer für kurzfristige Abschleppungen wie im Zuge des Freitagsmarktes oder dem Aufstellen der Minirecyclinghöfe verfügbar bleiben, sagt De Paoli. „Daher können wir nicht alle herrenlosen Fahrzeuge immer und sofort abschleppen. Dazu brauchen wir Platz im Depot. Sobald ein Auto den Verschrottungs-Behördenweg durchlaufen hat, kann ein nächstes abgeschleppt werden. Bis Ende des Monats werden vier Fahrzeuge verschrottet, dann werden wir jene vom Untermaiser Parkplatz holen“, so Kommandant De Paoli.