Mittwoch, 31. Juli 2019

3000 Blitze: Starke Gewitter über Südtirol

Am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch gingen erneut heftige Gewitter über Südtirol nieder. Südtirolweit wurden 3000 Blitzeinschläge verzeichnet. Besonders betroffen war dieses Mal das Untervinschgau, Sarntal, Eisacktal, Schlerngebiet und das Unterland. In Leifers war die Situation äußerst angespannt. Eine Mure bahnte sich ihren Weg von Seit bis nach Steinmannwald.

Blitz über Bozen am Dienstagabend. - Foto: David Garofalo
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Blitz über Bozen am Dienstagabend. - Foto: David Garofalo

Gefährlich sind jene Gewitter die nicht schnell durchziehen, sondern ortsfest verharren und sich immer wieder neu bilden, so Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Ein solches ging am Dienstagabend über Leifers nieder. Große Regenmengen kamen zusammen.

Die Feuerwehren von Leifers rückten gegen 22 Uhr zu 2 Schwerpunkten in Leifers aus. Eine gewaltige Mure hatte sich von Seit ausgehend ihren Weg bis ins Tal gebahnt. Dabei riss sie mehrere Forstwege mit und versperrte eine Hofzufahrt. Das Material, das die Mure mitriss, führte dazu, dass in Steinmannwald das Auffangbecken beinahe überging.

Foto: FFW Leifers

Und auch die Berufsfeuerwehr von Bozen hatte alle Hände voll zu tun. Wegen der starken Windböen mussten die Wehrmänner zu mehreren Einsätzen in der Landeshauptstadt ausrücken, um Verkehrsschilder und ähnliches zu fixieren.

Im ganzen Land waren die Wehrmänner damit beschäftigt, Fahrbahnen von umgestürzten Bäumen oder von herabgestürzten Ästen zu befreien, wie etwa die Freiwillige Feuerwehr von Milland im Eisacktal.

Im Sarntal ging eine Mure bei Aberstückl ab, die Feuerwehr Pens stand im Einsatz. Die Aufräumarbeiten laufen. 

Auch am Mittwoch und am Donnerstag muss man wieder mit ein paar Gewittern rechnen, so Dieter Peterlin in seiner Vorhersage.  

stol

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