300 Migranten wurden unweit der sizilianischen Küste bei Catania von einem Öltanker aus Singapur in Sicherheit gebracht, berichteten italienische Medien.Zugleich wurden zwei mutmaßliche Menschenhändler verhaftet. Die beiden Ägypter werden beschuldigt, die Überfahrt von 238 Personen von Nordafrika nach Kalabrien organisiert zu haben.Innenminister Angelino Alfano sprach am Mittwoch von 4000 Migranten, die innerhalb von 48 Stunden aus den teils seeuntüchtigen Booten gerettet worden seien.„Die Notlage wird immer schlimmer, und der Strom der Boote reißt nicht ab“, so Alfano.Italien wird oft von Einwanderern aus Afrika angesteuert. Seit Jahresbeginn kamen Alfano zufolge 15.000 Menschen über das Mittelmeer in das Land.Er beklagte, dass Menschenschmuggler die Rettungsaktionen auf See ausnutzten. Ihre Fahrten würden kürzer, profitabler und weniger riskant.Die Marine überwacht den Streifen zwischen Sizilien und Nordafrika ständig. Auslöser war der Untergang zweier Boote im vergangenen Jahr, wobei knapp 600 Menschen ertranken.Ein Grund für die Krise sind Unruhen in Libyen, wo drei Jahre nach dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi noch immer chaotische Verhältnisse herrschen.apa