Im Jänner 2010, verkündete SVP-Gemeinderat Helmut Rizzolli die Genehmigung eines „Wohnbaupaketes“. Der Präsident der Urbanistik-Kommission im Bozner Rathaus erklärte, dass auf dem Gelände der ehemaligen Gorio-Kaserne am Bozner Boden 142 und anstelle der Handwerkerzone vis a vis der Huber Kaserne in Gries 170 neue Wohnungen errichtet werden. <BR /><BR />Die Stadtverwaltung gab auch den Zeitplan vor: In fünf Jahren würden die Wohnungen fertig gestellt sein und der angespannte Bozner Wohnungsmarkt damit entlastet.<BR /><BR />Seitdem sind sage und schreibe 15 Jahre (!) ins Land gezogen. Die alte Gorio Kaserne steht immer noch verlassen und heruntergekommen da, von Wohnungen weit und breit keine Spur. Gleiches gilt für die kleine Handwerkerzone in der Drususallee.<BR /><BR /> Dabei ist ein Teil der Ex-Gorio-Kaserne sogar im Landesbesitz. Vorübergehend wurde die ehemalige Kaserne als Notunterkunft für Flüchtlinge verwendet – das mag einen Teil der Verspätung erklären. Aber 15 Jahre sind eine unglaublich lange Zeit dafür, dass gar nichts passiert ist – wohlgemerkt nach einer Freigabe als Bauzone durch die Stadt.<BR /><BR />Am Dienstag nun hat Vermögens-Landesrat Christian Bianchi angekündigt, dass sich das Land mit privaten Besitzern darauf verständigt habe, die Flächen zu tauschen und neu einzuteilen, um auf dem Gelände der Kaserne und rund um die Kaserne am Bozner Boden zwei Bauflächen optimal nutzen zu können. <BR /><BR />Man werde gemeinsam mit den Privaten auch einen Durchführungsplan einreichen, nach dessen Genehmigung bis zu 200 Wohnungen entstehen können.<h3> Bauende 2028 oder 2029</h3>Die privaten Investoren – Alex Podini und Hermann Thaler – wollen auf jeden Fall Wohnungen errichten. Das Land, so Bianchi, könnte eventuell auch Gebäude für Dienstleistungen errichten, also Büros. Das müsse erst noch überlegt werden.<BR /><BR />Sollte nun – darf man es glauben? – die Wohnbauzone in Angriff genommen werden, dürften die Wohngebäude am Bozner Boden im besten Fall 2028 oder 2029 fertiggestellt sein. Dann wären fast 20 Jahre vergangen, seit dem Beschluss, auf den beiden Flächen in Bozen 312 Wohnungen zu bauen. Realisiert wurden null.