400.000 Chipkarten sind bis Anfang März an die Südtiroler verteilt worden. Die blaue Plastikkarte dient als Gesundheitskarte, als Nachweis der Steuernummer und als internationale Krankenversicherungs-Karte. Neu ist die Möglichkeit, dass mit der Karte die Kommunikation des Bürgers mit der Verwaltung auf eine neue Ebene gestellt wird: in Kombination mit einem Lesegerät ist die Chipkarte der digitale Zugangsschlüssel zu den Online-Diensten der Verwaltung. Das macht die Chip- zur Bürgerkarte.„Die Bürger haben die Karte schnell angenommen, weil sie ihnen den direkten Zugang zur öffentlichen Verwaltung ermöglicht. Der Mikrochip in der Karte erlaubt einen schnelle und vor allem auch sicheren Zugang zu einer Reihe von Diensten – und das vom eigenen Computer aus“, so Landesrat Roberto Bizzo.2000 mal haben die Bürgerkarten-Benutzer bisher vom eigenen Computer aus auf die verschiedenen Dienste, von der Arbeitsbörse, der Gemeinde-Immobiliensteuer ICI bis zur Studienförderung, zugegriffen. Dabei ist zu beachten, dass in der Übergangsphase parallel die alte Funktionsweise der Online-Dienste mit Zugriff über Username und Password beibehalten wird. Der Vorteil des neuen Systems mit der Bürgerkarte liegt in der größeren Sicherheit. Außerdem muss sich niemand mehr Username und Password merken. Das Land hat weitere 9000 Lesegeräte zur Verteilung bereitgestellt und weitere 40.000 Geräte in Auftrag gegeben. Infos zur Bürgerkarte im InternetAuch die Informationsangebote zur Bürgerkarte werden rege in Anspruch genommen. Das Bürgerkarten-Portal im Bürgernetz ist bereits über 57.000 Mal angeklickt worden. Auf der Seite wird erklärt, was man sich unter der Bürgerkarte vorzustellen hat, wie sie aktiviert wird, wie man Zugang zu den Online-Diensten erhält, welche Dienste bereits mit der Karte genutzt werden können und wie die Sicherheit der Karte sowie der entsprechenden Daten gewährleistet wird. Infos gibt es auch auf der Facebook-Seite zur Bürgerkarte. Wer sich ohne Internet alle Informationen zur Karte holen will, kann das Callcenter unter der Nummer 800 816 836 anrufen. Dies haben in den vergangenen Monaten bereits 2300 Südtiroler gemacht.