Dienstag, 03. Dezember 2019

35 Dealer in Trient festgenommen

Der Polizei im Trentino ist ein massiver Schlag gegen den Drogenhandel in Trient gelungen. 35 mutmaßliche Dealer wurden verhaftet, 2000 Dosen Heroin und Marihuana wurden sichergestellt.

Insgesamt 2000 Dosen Heroin und Marihuana wurden bei  der Razzia sichergestellt. Hier eine Festnahme am Dienstag in Bari.
Insgesamt 2000 Dosen Heroin und Marihuana wurden bei der Razzia sichergestellt. Hier eine Festnahme am Dienstag in Bari. - Foto: © ANSA / POLIZIA DI STATO

„Sommo poeta“ nannte sich die Razzia gegen den Drogenhandel – in Anspielung an den Dante-Platz, einem Hotspot der Dealerszene.

Wie die Drogenfahnder am Dienstag berichteten, sind die mutmaßlichen Dealer täglich mit dem Zug von Verona, Vicenza, Ala und Rovereto nach Trient gefahren. Am Bahnhof wurden die Drogen verteilt und dann im gesamten Stadtgebiet verkauft. Auch 40 Kunden der Dealer wurden identifiziert.

Laut Polizeiangaben handelt es sich bei den 35 Festgenommenen um nigerianische Staatsbürger – sie müssen sich wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke des Drogenhandels vor Gericht verantworten. Einige Dealer stünden offenbar unter dem Schutz einer größeren Organisation, so die Polizei.

Schlag gegen nigerianische Mafia in Süditalien – 32 Festnahmen

Bei einem Großeinsatz der Polizei gegen die nigerianische Mafia sind 32 Menschen festgenommen worden. Ihnen wird unter anderem Unterstützung der illegalen Einwanderung, Menschenhandel, Sklaverei, Erpressung, Raub, Vergewaltigung sowie Ausbeutung von Prostituierten und Bettlern vorgeworfen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Sie operierten in der süditalienischen Stadt Bari (Apulien), wurden aber in verschiedenen Teilen Italiens festgenommen. Einige wurden nach ihrer Flucht aus Italien in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Malta gefasst.

Laut Polizei war es die bisher größte Zahl von Festnahmen im Kampf gegen die nigerianische Mafia in Italien. Die Festgenommenen gehörten 2 rivalisierenden Clans mit den Namen „Supreme Vikings Confraternity – Arobaga“ und „Supreme Eiye Confraternity“ an. Beide kämpften laut Polizei um die Vorherrschaft in einem Migrantenlager in Bari. Die Ermittlungen begannen 2016, nachdem Bewohner des Lagers die Polizei alarmiert hatten.



ansa/dpa