Nun wurde das Urteil im Strafverfahren verkündet. <BR /><BR />Der Strafsenat unter dem Vorsitz von Richter Walter Pelino war zum Schluss gekommen, dass die Locher zur Last gelegte Straftat nicht vorliegt. <BR /><BR />Die Folge: Ein Freispruch für den Sarner Unternehmer und Piloten Gebhard Locher. Die genaue Begründung wird in spätestens 90 Tagen hinterlegt werden. <h3> Voraussetzung für Straftat laut Verteidigung nicht gegeben </h3>Das Gericht dürfte der Argumentation von Lochers Verteidiger, Rechtsanwalt Beniamino Miliucci, gefolgt sein: Demnach seien die Voraussetzungen für einen so schweren Vorwurf – fahrlässiges Auslösen einer Flugkatastrophe – im vorliegenden Fall nicht gegeben. <BR /><BR />Dafür müsste nämlich eine unbestimmte Zahl an Menschen durch eine Handlung in Gefahr gebracht worden sein. <BR /><BR />Wie berichtet, wollte der Pilot aus dem Sarntal am Nachmittag vom 30. Dezember 2020 mit seinem Helikopter mit 4 Bekannten an Bord auf einer Wiese nahe dem Obermoarhof in Reinswald landen. <BR /><BR />In Bodennähe geriet der Rotor mit dem Boden in Berührung und fing Feuer. Alle Insassen konnten den Hubschrauber verlassen und sich in Sicherheit bringen.<h3> Abstand zu Wohngebäuden ausschlaggebend </h3>Die Staatsanwaltschaft stützte in der Folge den Vorwurf darauf, dass der Angeklagte mit dem Hubschrauber in unmittelbarer Nähe von Wohngebäuden habe landen wollen und durch den Brand des Helikopters weitere Personen, die sich dort hätten aufhalten können, einer Gefahr ausgesetzt hätte.<BR /><BR />Allerdings hätten sowohl der Amtsgutachter als auch der Sachverständige der Verteidigung einen größeren Abstand zwischen Absturzstelle und Gebäude berechnet als jenen, der beim Abschluss der Ermittlungen angegeben worden war.<h3> Im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft </h3>Bis zum Freispruch zogen sich Ermittlungen und Strafverfahren über 3,5 Jahre – und jetzt erst kann der Unternehmer und Pilot Gebhard Locher aufatmen. Im Falle einer Verurteilung hätten ihm nämlich zwischen 5 und 15 Jahre Haft gedroht.