Dienstag, 09. März 2021

376 Todesopfer und 19.749 Neuinfektionen in Italien

Rund ein Jahr nachdem die italienische Regierung den ersten gesamtstaatlichen Lockdown zur Eingrenzung der Pandemie verhängt hat, meldete Italien am Dienstag 376 Todesopfer, am Vortag waren es 318.

Die Corona-Lage in Italien bleibt kritisch.
Die Corona-Lage in Italien bleibt kritisch. - Foto: © ANSA / ANSA/MASSIMO PERCOSSI
Zudem wurden 19.749 Neuinfektionen gemeldet, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Seit Beginn der Epidemie in Italien am 20. Februar 2020 kamen insgesamt 100.479 Menschen infolge einer Corona-Infektion ums Leben. Über drei Millionen Menschen wurden infiziert.

Die Zahl der in den Spitälern behandelten Patienten stieg zuletzt von 21.831 auf 22.393. Auf den Intensivstationen wurden 2756 Personen behandelt, 56 mehr als am Vortag. 345.336 Abstriche wurden genommen, 5,7 Prozent davon waren positiv. 5,6 Millionen Menschen wurden seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember immunisiert, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

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Impfkampagne beschleunigen

Experte Giovanni Rezza warnte, dass Italien die Impfkampagne beschleunigen müsse. Bei einer durchschnittlichen Impfrate von 240.000 Personen pro Tag könne man erst in einem Zeitraum zwischen sieben bis 15 Monaten damit rechnen, zu einem Lebensstil wie vor Beginn der Pandemie im Februar 2020 zurückzufinden. Wichtig sei, dass sich Italien weiterhin die notwendigen Impfdosen beschaffen könne, meinte Rezza.

Bis Ende 2021 könnten in Italien zehn Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V produziert werden. Die in der Lombardei ansässige Firma Adienne, Tochter des Schweizer Pharma-Unternehmens Adienne Pharma&Biotech, solle den Impfstoff herstellen. Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA läuft die Prüfung über die Zulassung des russischen Impfstoffs noch.

apa/stol

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