Samstag, 04. November 2017

4-Jährige an Malaria gestorben: Fataler Fehler?

Im September starb die 4-jährige Sofia Zago aus dem Trentino an Malaria. Seither versuchen die Behörden zu klären, wie das Mädchen, das nie ein malariagefährdetes Gebiet bereist hatte, überhaupt angesteckt werden konnte. Jetzt wird eine neue Theorie überprüft.

Foto: © shutterstock

Wie die Online-Ausgabe des „L'Adige“ unter Berufung auf den „Corriere della Sera“ am Samstag berichtet, konzentrieren sich die Ermittlungen im Fall der kleinen Sofia mittlerweile auf die Vermutung, ob dem Personal des Krankenhauses Santa Chiara in Trient nicht ein fataler Fehler unterlaufen ist.

Wie berichtet, war die 4-Jährige Anfang September mit hohem Fieber ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort wurde sie umgehend in die Abteilung für tropische Krankheiten gebracht, wo bereits 2 Mädchen aus Burkina Faso behandelt wurden. Sie waren mit Malaria infiziert.

Der Gesundheitszustand des Mädchens verschlechterte sich rapide, bis es schließlich starb - an Malaria. Seither beschäftigt die Behörden die Frage, wie das Mädchen sich anstecken konnte. Weder hatte es ein malariagefährdetes Gebiet bereist, noch wies es Mückenstiche auf. Und auch wenn: In Italien ist die Anopheles-Mücke, die diese Art von Malaria überträgt, nicht heimisch.

So kam bereits im September der Verdacht auf, dass sich das Mädchen möglicherweise im Krankenhaus infiziert hatte - immerhin starb es an genau der Malaria, an der die beiden afrikanischen Mädchen erkrankt waren. Während die beiden Mädchen sich jedoch wieder erholten, starb Sofia an der Krankheit.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob die Krankheit über eine infizierte Nadel übertragen werden konnte. In diesem Fall würde der Vorwurf auf fahrlässige Tötung gegenüber Unwissenden lauten. Es wird vermutet, dass ein Angestellter des Krankenhauses möglicherweise eine Nadel falsch angewendet hat und somit das infizierte Blut eines der beiden afrikanischen Mädchen jenes der 4-jährigen Sofia verunreinigt hat.

stol

stol