Mittwoch, 22. November 2017

4-Jährige stirbt an Malaria: Interne Untersuchung abgeschlossen

Im September starb die 4-jährige Sofia Zago aus dem Trentino im Krankenhaus an Malaria. Seither soll geklärt werden, wie sich das Mädchen überhaupt anstecken konnte. Der Sanitätsbetrieb von Trient hat nun die internen Untersuchungen abgeschlossen und die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft übermittelt. Laut Indiskretionen infizierte sich die 4-Jährige im Krankenhaus.

Nach dem Tod von Sofia Zago wurde die Abteilung im Krankenhaus von Trient desinfiziert.
Nach dem Tod von Sofia Zago wurde die Abteilung im Krankenhaus von Trient desinfiziert.

Wie berichtet, war die 4-Jährige Anfang September mit hohem Fieber ins Krankenhaus von Trient eingeliefert worden. Dort wurde sie umgehend in die Abteilung für tropische Krankheiten gebracht, wo bereits 2 Mädchen aus Burkina Faso behandelt wurden. Sie waren mit Malaria infiziert.
Der Gesundheitszustand des Mädchens verschlechterte sich rapide, bis es schließlich starb - an Malaria. 

So kam bereits im September der Verdacht auf, dass sich das Mädchen möglicherweise im Krankenhaus infiziert hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen fahrlässiger Tötung - sollte sich bewahrheiten, dass Krankenhauspersonal durch die falsche Handhabe von Nadeln für die Übertragung der Krankheit verantwortlich ist. 

Interne Kommission bewertet Vorgehen

Nun hat die interne Kommission, die für die Untersuchung des Todesfalles innerhalb des Sanitätberiebes Apss beauftragt wurde, ihre Arbeit abgeschlossen. Unter dem Vorsitz von Professor Giuseppe Ippolito, Dirketor des Nationalen Institutes für Infektionskrankheiten in Rom, beschäftigten sich die Ärzte des Krankenhauses vor allem mit der Frage, ob der Umgang mit Patienten im Fall von infektiösen Krankheiten auch im Licht der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse den Vorgaben entspricht. 

Laut Indiskretionen infizierte sich Sofia im Santa Chiara

Das Dokument, für das unter anderem die Protokolle ausgewertet wurden, ist der Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Der Sanitätsbetrieb selbst gab an, sich bis zur Ende der Ermittlungen nicht zum Fall und dem Inhalt äußern zu wollen. Nach internen Indiskretionen bestätigte indes der Trentiner Landtagsabgeordnete Claudio Cia, dass sich das Mädchen innerhalb des Krankenhauses Santa Chiara in Trient angesteckt haben soll.

Dies wiederum legt die These von menschlichem Versagen nahe, da Sofia exakt an jenem Erreger gestorben war, den die zwei infizierten Mädchen überlebten. 

stol

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