Es besteht der Verdacht, dass die Tiere vergiftet wurden. Anrainer hatten die Forstbehörde alarmiert, nachdem sie die Kadaver auf einem Grundstück in der Nähe des Radwegs am rechten Ufer des Brenta entdeckt hatten.<BR /><BR />Die Forstbeamten setzten den Bürgermeister von Levico, Gianni Beretta, über den Fund in Kenntnis und sicherten anschließend sämtliche Spuren, die dazu beitragen können, den Vorfall zu klären. Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet. <BR /><BR />Den Forstbeamten zufolge ist die wahrscheinlichste Hypothese, dass jemand gezielt Gift ausgelegt haben dürfte. In jüngster Zeit war mehrfach die Anwesenheit eines Wolfsrudels unweit des Radwegs gemeldet worden, auch war unlängst der Kadaver eines Rehes in unmittelbarer Nähe gefunden worden.<h3> „Vorfall ist äußerst schwerwiegend“</h3>Gestern hat der Trentiner Landesrat Roberto Failoni – er ist zuständig für das Grossraubtiermanagement – auf die mutmaßliche Vergiftung der Wölfe reagiert. Der Vorfall sei äußerst schwerwiegend.<BR /><BR /> „Wilderei ist illegal und mit Gift sehr gefährlich, da es wahllos viele Wild- und Haustierarten treffen kann – auch unsere Hunde beim Spazierengehen“. Die Trentiner Landesregierung arbeite weiterhin an einer Lösung für die Sicherheit der Bürger, „aber immer im gesetzlichen Rahmen“, so Failoni. <BR /><BR />„Wer Wölfe vergiftet, der riskiert hohe Strafen“, sagt Tierärztekammer-Präsident Dr. Franz Hintner. „Denn der Wolf genießt noch immer einen hohen Schutzstatus. Jede illegale Entnahme zieht eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft nach sich. Die Täter riskieren Haftstrafen von einem Jahr bis mehreren Jahren und Geldstrafen.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1125096_image" /></div> <BR /><BR /> Beim Strafmaß komme es darauf an, ob der Täter unbescholten sei oder nicht. Beim „ersten Mal“ blühe dem Täter dann meist am Ende eine Geldstrafe bzw. Sozialdienst. Die Aufgabe für ein Labor sei bei Vergiftung nicht einfach: „Denn das Labor muss wissen, wonach es suchen soll“, erklärt Dr. Hintner. <BR /><BR />Eine Vergiftung sei ein qualvoller Tod – der Leidensweg könne eine Stunde, mehrere Stunden oder auch Tage dauern. Bei Hunden gelinge es, wenn sie Rattengift gefressen haben, oft auch, sie mit tierärztlicher Hilfe noch zu retten. <BR /><BR />Indes hat die Provinz Trient die Bürger eindringlich davor gewarnt, einen näheren Kontakt mit den wilden Tieren zu riskieren – auch nicht, um seinen Hund zu verteidigen. Der Appell kommt nicht von ungefähr – auch angesichts eines Vorfalls, der am Samstag bekannt wurde, sich aber bereits am Freitagnachmittag in der Nähe der Gemeinde Canal San Bovo ereignet hatte. <BR /><BR />Eine Hundehalterin war dazwischengegangen, um einen Wolf von ihrem Hund wegzujagen. Die Verletzung des Hundes wurde vom Tierarzt versorgt, die Frau blieb unversehrt. Trotzdem sei von solchen Aktionen abzuraten, hieß es. <BR /><BR />Hundehalter sollten ihr Haustier beim Gassigehen immer an der Leine führen und – sollte sich ein Wolf nähern oder gar einen Angriff auf den Hund starten – so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich selbst und dem Raubtier bringen.