Freitag, 29. April 2022

4 totgerissene Schafe: Wahrscheinlich war es ein Wolf

Bei Schafhaltern im Ahrntal kocht der Zorn hoch. Zweimal innerhalb von 10 Tagen haben Wölfe in St. Johann und in St. Peter Schafe gerissen. „Wie lange müssen wir noch warten, bis solchen Massakern endlich Einhalt geboten wird?“, fragt ein erzürnter Schafhalter.

Es gilt als höchstwahrscheinlich, dass die 3 Schafe in St. Johann wie auch dieses Schaf in St. Peter von einem Wolf totgerissen wurden. - Foto: © J. St.

Vor 10 Tagen wurden in unmittelbarer Nähe des Berghofes Trippbachhaus in St. Johann 3 Schafe gerissen. Am Mittwoch dieser Woche wurde nahe des Linderhofes in St. Peter, keine 50 Meter von Wohnungen und Handwerksbetrieben entfernt, ein Schaf gerissen.

Forstbeamte haben die Risse begutachtet und vermuten, dass es sich tatsächlich um Wolfsrisse handelt. Definitive Klarheit werden die Ergebnisse der genommenen DNA-Proben schaffen.

Für die Schafhalter steht auch ohne die noch ausstehenden Untersuchungsergebnisse fest, dass beide Male ein Wolf der Täter war. Der Wolf habe in diesen Breitengraden aber nichts zu suchen, vertreten sie und werfen Politikern und Beamten vor „sich mit dem Hinweis, dass ihnen die Hände gebunden seien und das Problem mit dem Großraubwild ein politisches sei“, hinter „fadenscheinigen Ausreden zu verstecken“. Ebenso ärgern sich die Schafhalter über „sogenannte oder selbsternannte Experten und Wolfsmanager, die feststellen, dass Schutzmaßnahmen für kleine Herden von 20 oder 30 Tieren unrentabel sind, dass freier Weidegang auf den Almen in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, weil Wölfe die Gebiete beherrschen“.

Die Schafhalter verlangen von Seiten der Politik, „dass endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Nutztiere ergriffen, organisiert und zu 100 Prozent finanziert werden, sei es im Frühjahr bei den Höfen wie später auf den Almen“.

Erst vor wenigen Tagen war es gelungen, Wölfe in Gsies zu filmen.

ru

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