Freitag, 29. Januar 2016

4 verschüttete Grubenarbeiter nach 36 Tagen lebend gerettet

Nach mehr als einem Monat in der Tiefe sind 4 Grubenarbeiter aus einem Gipsbergwerk in Ostchina lebend gerettet worden. Ein Arbeiter wurde bei dem Unglück am 25. Dezember getötet. 13 Kumpel werden noch vermisst.

Endlich im Freien: Nach 36 Tagen in der Tiefe konnten 4 Grubenarbeiter am Wochenende aus einem ostchinesischen Gipsbergwerk geborgen werden. - Foto: Xinhua
Endlich im Freien: Nach 36 Tagen in der Tiefe konnten 4 Grubenarbeiter am Wochenende aus einem ostchinesischen Gipsbergwerk geborgen werden. - Foto: Xinhua

Nach 36 Tagen in der Tiefe sind 4 verschüttete Grubenarbeiter aus einem eingestürzten Gipsbergwerk in Ostchina lebend geborgen worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete, wurden die Bergleute in einer Kapsel durch Zugangstunnel hochgezogen, die zu dem Schacht gegraben worden waren.

Es sei das erste Mal gewesen, dass mit einer solchen Kapsel in China Bergleute gerettet worden seien, schrieb die Staatsagentur. Die Rettungsteams hatten insgesamt vier Löcher gebohrt. Über diese Bohrlöcher waren die Kumpel auch mit Nahrung, Wasser und Kleidung versorgt worden, so dass sie 220 Meter unter Tage überleben konnten.

Das Bergwerk in Baotai im Kreis Pingyi nahe der Stadt Linyi in der ostchinesischen Provinz Shandong war am 25. Dezember eingestürzt. Der Tod eines Arbeiters wurde sofort bestätigt. Mit den vier jetzt Geretteten kamen insgesamt 15 Kumpel mit dem Leben davon. 13 galten am Freitag allerdings noch als verschüttet, wie der Bürgermeister von Linyi, Zhang Shuping, auf einer Pressekonferenz sagte. „Leider haben wir von den anderen Vermissten nichts gehört.“ Solange aber noch Hoffnung bestehe, werde die Suche fortgesetzt.

In Chinas Bergbau kommen nach Expertenschätzungen jedes Jahr mehrere tausend Kumpel ums Leben. Die genaue Zahl kennt keiner, weil viele Unfälle vertuscht werden oder nicht in Statistiken auftauchen. Offiziell ist nur von einigen hundert die Rede. Unglücksursache sind häufig schlechte Ausrüstung, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und Freunderlwirtschaft zwischen Grubenbesitzern und Behörden.

apa/dpa

stol