Silbernagl war auf den Sonntagsäckern (1400 Meter über dem Meeresspiegel) auf dem Vigiljoch mit seinem Paragleiter gestartet. Vermutet wird, dass es der erfahrene Pilot versäumt hatte, die Beinschlaufen seines Paragleiters zu schließen. Als dies Silbernagl bemerkte, war es bereits zu spät: Er konnte sich nur mehr mit den Händen am Paragleiter festhalten. Kurze Zeit nach dem Start verließen ihn seine Kräfte: Der 40-Jährige stürzte in der Gegend, oberhalb des Punterhofes, einige 100 Meter, 500 sollen es gewesen sein, im freien Fall in den Tod. Silbernagl erlitt ein schweres Polytrauma und war auf der Stelle tot. Ein anderer Paragleiter-Pilot hatte den Absturz im Flug beobachtet. Er landete und schlug bei der Notrufzentrale Alarm. Neben den AVS-Bergrettungsstellen Lana und Ulten wurden auch die Meraner Bergrettung sowie der Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 alarmiert. Auch die Meraner Finanzwache samt Suchhund, ein Forstbeamter und die Freiwillige Feuerwehr Lana standen im Einsatz.„Ein Bauer hat die Leiche gefunden“, so Ernst Winkler, Chef der AVS-Bergrettungsstelle Lana, der den Großeinsatz leitete. Rund eineinhalb Stunden wurde nach dem Leichnam Silbernagls gesucht. Dem Notarzt des Pelikan 1 blieb nur noch die traurige Aufgabe, den Tod des Verunglückten festzustellen.Silbernagl war Vater eines vierjährigen MädchensBergretter brachten die sterblichen Überreste zum Punterhof, wo der Bestattungsdienst die Leiche übernahm und in die Leichenkapelle nach Niederlana brachte. Der Paragleiter selbst war in einem Waldstück gelandet, einige 100 Meter vom Fundort des Toten entfernt. Zu Hilfe geholt wurde auch die Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes, die sich um die Angehörigen des tödlich verunglückten Lananers kümmerte. Stefan Georg Silbernagl ist Vater eines vierjährigen Mädchens. Der Verstorbene ist der ehemalige Chef des Unternehmens Betonmax in Lana. Die Erhebung des tragischen Unfallherganges haben die Carabinieri von Lana unter Stationskommandant Michele La Rosa übernommen.fm