Donnerstag, 02. Juli 2020

40 Jahre Kinderferien: Heuer über 600 Kinder dabei

Die Sommerangebote der Stadtgemeinde Bozen Kinderferien und Kinderferien im Vorschulalter begehen heuer ihren 40. Geburtstag und finden coronabedingt in einer etwas abgewandelten Form statt.

Heuer finden die Kinderferien coronabedingt in einer etwas abgewandelten Form statt.
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Heuer finden die Kinderferien coronabedingt in einer etwas abgewandelten Form statt. - Foto: © shutterstock
Die Kinderferien zählen zu den beliebtesten Angeboten während der schulfreien Zeit. Die erste Betreuungswoche ist bereits am 29. Juni gestartet, und bis Ende Juli gibt es noch weitere 5 Wochenturnusse mit insgesamt 633 Kindern. Vormittag haben Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi, Vizebürgermeister Luis Walcher und die Stadträtin für Schule und Freizeit, Monica Franch die Kinderferien offiziell eröffnet.

Die Pressekonferenz fand im Schulhof der Longonschule in der Roenstraße statt, einem der zahlreichen Spielzentren, in denen die Kinderferien organisiert werden. Die Kinderferien und Kinderferien im Vorschulalter werden vom Amt für Schule und Freizeit der Stadtgemeinde Bozen in Zusammenarbeit mit zahlreichen Vereinen und Genossenschaften der Stadt organisiert. Die Vereine und Genossenschaften übernehmen die Führung der Spielzentren und gestalten die Freizeitangebote.

„Das Ziel war damals wie heute das gleiche“

„Die Kinderferien starteten vor genau 40 Jahren“, sagte Bürgermeister Caramaschi. Er hatte als junger Verwaltungsbeamter die Idee zu diesem Freizeitangebot während der Sommermonate. „Das Ziel war damals wie heute das gleiche: Ein tolles Sommerprogramm für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren anbieten und gleichzeitig den Familien bei der Betreuung der Kinder unter die Arme zu greifen, denn viele Eltern müssen auch während der Sommermonate arbeiten. Am Anfang war es nicht einfach, Unterstützer für diese Idee zu finden, aber der Erfolg bei den Familien gab uns recht.“

Von Anfang an seien die Betreuungswochen gut besucht gewesen und die Zahl der Kinder sei von Jahr zu Jahr gestiegen, so Caramaschi weiter. „Dieses Jahr konnten, trotz der Ängste und Bedenken wegen der Corona-Pandemie, alle Gesuche angenommen werden. Mein besonderer Dank geht daher an die zuständigen Gemeindeämter, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an all jene, denen es trotz der vielen Schwierigkeiten gelungen ist, die Kinderferien auch heuer wieder auf die Beine zu stellen. Die Kinderferien sind ein wichtiger Bestandteil der Sommerangebote für die Kinder in unserer Stadt. Ich persönlich bin sehr stolz darauf, dass die Idee, die vor 40 Jahren geboren wurde, auch heute noch ein Erfolgsmodell ist, und ich hoffe, das bleibt auch in Zukunft so.“

Vizebürgermeister Luis Walcher erklärte, dass ein eigenes Protokoll mit dem Hygiene- und Gesundheitsamt des Sanitätsbetriebes Bozen ausgearbeitet worden ist, um die Sicherheit bei den Kinderferien zu gewährleisten. Das Protokoll enthält alle Anweisungen, an die sich die Vereine und Genossenschaften halten müssen, damit sämtliche Vorbeugemaßnahmen auch korrekt und effizient umgesetzt werden können. Die verschiedenen Angebote sollen vor allem im Freien stattfinden.

Fiebermessen am Ein- und Ausgang des Spielzentrums

„Um eventuelle Problemfälle schnell erkennen zu können,“ so der Vizebürgermeister weiter, „hat die Gemeindeverwaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz und dem Roten Kreuz in jedem Spielzentrum am Ein- und am Ausgang eine Triage eingerichtet. Die Freiwilligen des Roten Kreuzes messen mit Infrarotthermometern die Körpertemperatur der Kinder. Sollte diese höher als 37,5 °C sein, darf das Kind das Spielzentrum nicht betreten. Das gleiche gilt für die Betreuerinnen und Betreuer: Auch bei ihnen wird Fieber gemessen und bei zu hoher Körpertemperatur müssen sie nach Hause gehen.“

Stadträtin Franch informierte die Anwesenden, „dass die Anzahl der Spielzentren jedes Jahr an die Anzahl der eingeschriebenen Kinder angepasst wird. Im heurigen Sommer ist nur etwa die Hälfte der Kinder im Vergleich zu den anderen Jahren angemeldet worden. Von insgesamt 633 Kinder sind 200 Kinder im Vorschulalter, 348 Grundschüler, 67 Mittelschüler und 18 Kinder mit Beeinträchtigungen.“

Der Rückgang der Einschreibungen um 50 Prozent sei sicherlich auf die Corona-Krise zurückzuführen, sagt Franch. „Denn viele Eltern sorgen sich um die Gesundheit ihrer Kinder und haben es heuer vorgezogen, sie nicht zu den Kinderferien zu schicken. Ich kann aber allen versichern, dass die Organisatoren alles unternommen haben, um die Sicherheit der Kinder und Mitarbeiter zu gewährleisten. Es wurden Protokolle und Richtlinien ausgearbeitet, wie dies in den geltenden Verordnungen vorgeschrieben ist, und es wurde versucht, für die Kinder im Alter zwischen 3 und 17 Jahren wieder attraktive Freizeitangebote zu organisieren.“

Sicherheitsmaßnahmen im Spielzentrum

Auch Kinder mit Beeinträchtigungen oder mit Schwierigkeiten bei den sozialen Kontakten können an den Kinderferien teilnehmen. Diese Kinder werden von eigenen Betreuerinnen und Betreuern begleitet. Die insgesamt 18 Spielzentren sind in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen der Stadt eingerichtet und in 10 Kindergärten findet die Sommerbetreuung für die Kleinsten statt. Die Grundschüler werden in 8 verschiedenen Grundschulen betreut und die Mittelschüler treffen sich alle in einem einzigen Spielzentrum.

Es gibt 5 Turnusse zu je einer Woche, von Montag bis Freitag, vom 29. Juni bis zum 31. Juli 2020. Die Eintrittszeiten sind gleitend, von 07.45 bis 09.00 Uhr, und um 16.00 Uhr werden die Kinder wieder entlassen. Die Teilnahmegebühren belaufen sich auf 49 Euro pro Woche und Kind für in Bozen ansässige Familien. Vergünstigungen gibt es für kinderreiche Familien und für Familien mit der Card Family+.

Der Empfangsbereich ist bei jeden Spielzentrum außerhalb im Freien eingerichtet, um zu gewährleisten, dass keine Begleitpersonen das Spielzentrum betreten. Der Eintritt am Morgen und das Verlassen des Spielzentrums am Nachmittag erfolgt gestaffelt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Kinder müssen sich vor dem Betreten des Spielzentrums die Hände desinfizieren. Es sind entsprechende Spender aufgestellt.

Auch vor dem Verlassen des Spielzentrums müssen sie die Hände desinifizieren. Die geltende Maskenpflicht wird auch eingehalten: Sollte der Abstand weniger als ein Meter sein, so müssen die betreffenden Personen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Alle Geräte, Spiele, Materialen und Gegenstände, die für die verschiedenen Aktivitäten verwendet werden, werden anschließend gereinigt und desinfiziert.

stol