Sonntag, 12. Juli 2015

40 Jahre: Schnalstaler Gletscherbahnen feiern Jubiläum

Vor 40 Jahren wurde die Schnalstaler Gletscherbahn in Betrieb genommen. Das "Jahrhundertprojekt Gletscherseilbahn" hat ein ganzes Tal verändert. Am Sonntag wurde das Jubiläum beim Hotel "Grawand" auf der 3212 Meter hoch gelegenen Bergstation kräftig gefeiert.

Jubiläumsfeier im Reich der Dreitausender
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Jubiläumsfeier im Reich der Dreitausender

Mit der Jungfernfahrt der Schnalstaler Gletscherbahn am 12. Juli 1975 erwachte ein ganzes Tal aus seinem Dornröschenschlaf – und schlug ein  neues, spannendes Kapitel Südtiroler Tourismus-, Sport- und auch Wirtschaftsgeschichte auf.

Für Visionäre und Pioniere wie den mittlerweile verstorbenen Leo Gurschler ging ein Traum in Erfüllung. 

Bei der Jubiläumsfeier am Sonntag wurde an die Pioniere erinnert. Der Schnalser Pfarrer Franz Messner zelebrierte bei der 3212 Meter hoch gelegenen Bergstation die heilige Messe. 

Prominenz aus Politik und Gesellschaft sowie zahlreiche Zeitzeugen und Freunde der Gletscherbahnen ließen sich die 40-Jahr-Feier nicht entgehen. 

"Die Geschichte der Schnalstaler Gletscherbahnen ist äußerst bewegt. Das sieht man schon hier bei der Jubiläumsfeier. Hier treffen so viele Geschichten aufeinander, da könnte man ein ganzes Buch darüber schreiben", freute sich der Direktor der Gletscherbahnen AG, Elmar Pichler Rolle. 

Doch wurde bei der Jubiläumsfeier nicht nur zurück geblickt, sondern auch nach vorne geschaut. Im Februar 2014 haben der Nordtiroler Skigebietsbetreiber "Vereinigte Bergbahnen" und die Athesia AG gemeinsam die Mehrheit an der Schnalstaler Gletscherbahnen AG übernommen.

Für die Zukunft investieren

Mit den neuen Eigentümern soll der alte Glanz fortgesetzt werden. Unter anderem wolle man kräftig in die Zukunft investieren.

"Das Schnalstal ist ein zukunftsträchtiges Tal mit viel Potential. Im vergangenen Jahr wurde bereits viel in die Sicherheit und in die Infrastrukturen des Skigebiets investiert. Und es wird weiter investiert", versprach der Präsident der Schnalstaler Gletscherbahnen AG Michl Ebner.

Der Verantwortung gegenüber den Menschen im Tal, gegenüber den Bergen und der Natur sei man sich bewusst.

Das Skigebiet, das mitten im Grenzgebiet liegt, sei ein positives Beispiel für die Überwindung der Grenzen und die gute Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol.

Zu den geplanten Investitionen zählen unter anderem eine neue Trainingspiste, die nach Pionier Leo Gurschler benannt werden soll. Damit wolle man unter anderem internationale Skimannschaften zum Trainingslager ins Tal locken, wie Markus Schröcksnadel bei der Jubiläumsfeier betonte.

STOL war bei der Jubiläumsfeier dabei.

am

stol