Dienstag, 04. Juni 2019

4.400 Reptilien in Einsatz gegen Wildtierschmuggel gerettet

In einem weltweiten Einsatz gegen illegalen Wildtierhandel haben Behörden mehr als 4.400 lebende Reptilien gerettet. 12 Menschen seien in Italien und Spanien festgenommen und mehr als 200 Verdächtige identifiziert worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Montag in Den Haag mit.

Die Behörden beschlagnahmten über 4.400 Tiere.
Die Behörden beschlagnahmten über 4.400 Tiere. - Foto: © shutterstock

Bei der sogenannten „Operation Blizzard“ arbeiteten von Mitte April bis Mitte Mai 22 Staaten zusammen – Australien, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Kanada, Dänemark, Estland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Israel, Italien, Lettland, Niederlande, Neuseeland, Polen, Portugal, Südafrika, Spanien, Schweden, die Schweiz, Ukraine und die USA.

Die Behörden beschlagnahmten unter anderen 2.703 Landes- und Meeresschildkröten, 1.059 Schlangen, 512 Echsen und Geckos und 20 Krokodile und Alligatoren. Außerdem stellten sie Handtaschen, Geldbörsen, Uhrarmbänder, Medikamente und ausgestopfte Tiere sicher.

„Illegaler Wildtierhandel hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen“, sagte Pedro Felicio von Europols Einheit für Wirtschafts- und Eigentumsdelikte. Jährlich stellten EU-Strafverfolgungsbehörden demnach Tausende Reptilien sicher.

apa/dpa

stol