Sonntag, 25. Oktober 2015

45 Leichen von Flüchtlingen an libyscher Küste angespült

An der Küste Libyens sind 45 Leichen von Flüchtlingen angespült worden.

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Archivbild - Foto: © LaPresse

An drei Uferabschnitten östlich der Hauptstadt Tripolis habe der Libysche Rote Halbmond die Toten bis zum Samstagabend geborgen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Der Osten des Bürgerkriegslandes ist ein Drehkreuz für den Menschenschmuggel von Nordafrika über das Mittelmeer.

Unter anderem von der Stadt Suwara aus starten viele – oftmals schrottreife und überfüllte – Boote in Richtung Europa.
Ob die gefunden Leichen die Folge eines oder mehrerer gesunkener Schiffe waren und welche Nationalität die Opfer hatten, blieb zunächst unklar.

Bis zum 15. Oktober hatten in diesem Jahr laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) 137 000 Menschen Italien auf dem Seeweg erreicht – ein Großteil von diesen startet in Libyen.

Mehr als 2800 Migranten starben auf dem Weg.

Im Herbst wird das Wetter über dem Mittelmeer unbeständiger und die See rauer. Zum Jahresende wagen erfahrungsgemäß deutlich weniger Flüchtlinge eine Überfahrt als während der Sommermonate.

dpa

stol