Südtirols Steuerzahler haben auch 2025 wieder ihre Solidarität unter Beweis gestellt: 107.701 Menschen entschieden sich im Vorjahr dafür, fünf Promille ihrer Einkommenssteuer einer ehrenamtlichen Organisation, einer Forschungseinrichtung oder ihrer Gemeinde zukommen zu lassen. Auch wenn es 5.744 Personen weniger als im Jahr zuvor sind und die fünf Promille auf den ersten Blick bescheiden wirken, so landeten doch 4.535.088 Euro im Topf, die an 149 Südtiroler Vereine und Organisationen überwiesen werden.<BR /><BR />An der Spitze steht, wie bereits in den Jahren zuvor, das Weiße Kreuz. Dem Landesrettungsverein schenkten 34.639 Südtiroler ihr Vertrauen und wiesen ihm ihre Fünf-Promille-Spende zu, womit sich ein Betrag von 1.254.449 Euro ergibt. Das sind etwa 500 Menschen mehr als 2024 und zugleich der höchste Wert, den das Weiße Kreuz bislang erzielen konnte. Rechnerisch entschied sich damit fast jeder dritte Südtiroler für den Landesrettungsverein. Auch im gesamtstaatlichen Vergleich behauptet sich das Weiße Kreuz und belegt Platz 23.<h3>Peter Pan auf Rang zwei</h3>Auf Rang zwei folgt wie auch 2024 die Vereinigung für krebskranke Kinder Peter Pan. 5.826 Südtiroler wiesen dem Verein insgesamt 232.521 Euro zu, das sind 256 Unterstützer mehr als im Jahr zuvor. Entsprechend stieg auch die zugewiesene Summe um 38.203 Euro. Den dritten Platz belegt der Bäuerliche Notstandsfonds, der Zuweisungen in Höhe von 223.399 Euro erhielt. Mit 6.288 Unterstützern lag der Notstandsfonds bei der Anzahl der Spender zwar vor Peter Pan, offenbar stammten die Zuweisungen jedoch häufiger von Steuerzahlern mit geringeren Einkommen.<BR /><BR />Nicht immer geht eine hohe Summe mit vielen Unterstützern einher: Die Südtiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin kam mit nur 28 Zuweisungen auf 5.998 Euro. Das entspricht einer Spende von 214 Euro pro Kopf. Über die niedrigste Zuweisung im Südtiroler Ranking kann sich die Freiwillige Feuerwehr Salurn freuen: Sie erhielt immerhin 4.942 Euro.<h3> Drei Fragen an Alexander Schmid, Präsident Weißes Kreuz</h3> <Fett>Wie wichtig sind die Zuweisungen der Bürger für den Landesrettungsverein?</Fett><BR />Alexander Schmid: Sehr wichtig. Sie ermöglichen es uns, Projekte, die unmittelbar der Bevölkerung zugutekommen, auszubauen und zusätzliche Vorhaben umzusetzen, die sonst nur eingeschränkt möglich wären.<BR /><BR />Vor allem ist es ein Zeichen des großen Vertrauens, das die Menschen in Südtirol dem Weißen Kreuz entgegenbringen. Dieses Vertrauen ist zugleich Ansporn, der Bevölkerung mit unseren Diensten etwas zurückzugeben.