Mittwoch, 24. Juni 2020

46 Millionen Mexikaner spürten Erdstoß – über 1500 Nachbeben

Rund 46 Millionen Menschen in Mexiko haben das Erdbeben der Stärke 7,5 vom Dienstag zu spüren bekommen. Das erklärte David León, Chef des mexikanischen Zivilschutzes, vor Journalisten am Mittwoch. Der seismologische Dienst meldete innerhalb von 18 Stunden mehr als 1500 Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 5,5.

Es gab mehr als 1500 Nachbeben.
Es gab mehr als 1500 Nachbeben. - Foto: © APA (AFP) / ALFREDO ESTRELLA
Das Zentrum des Erdstoßes am Dienstagvormittag (Ortszeit) lag – wie berichtet – vor der Pazifikküste des südlichen Bundesstaates Oaxaca, 23 Kilometer südlich der Ortschaft Crucecita in einer Tiefe von 5 Kilometern. Es war aber auch in mehreren anderen Bundesstaaten deutlich zu spüren – auch in der rund 700 Kilometer entfernten Hauptstadt des nordamerikanischen Landes.

Mindestens 6 Menschen kamen nach Angaben der Regierung von Oaxaca ums Leben. Es wurden Schäden an mehr als 500 Wohnhäusern und 21 Krankenhäusern registriert. Einige Dutzend Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden.



Auch in Mexiko-Stadt gab es nach Angaben der Zivilschutzbehörde Risse und andere Schäden an einigen Gebäuden. Ein bereits leerstehendes Haus wurde wegen Einsturzgefahr abgesperrt. Zahlreiche Gebäude wurden zwischenzeitlich vorsichtshalber geräumt, darunter auch Krankenhäuser. In sozialen Medien verbreiteten sich Videos von stark schwankenden Hochhäusern und anderen Gebäuden in der Hauptstadt.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

dpa

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