Samstag, 12. März 2016

5 der 6 Opfer stammen aus dem Pustertal

Lawinendrama im Ahrntal: Am Schneebigen Nock, dem zweithöchsten Berg der Rieserfernergruppe, hat sich am Samstagvormittag eine enorme Lawine gelöst. Die Schneemassen rissen 6 Menschen in den Tod. 5 der Todesopfer stammen aus Südtirol.

Badge Local

Ingesamt 15 Personen hat die gewaltige Lawine am Schneebiger Nock am Samstagvormittag unter sich begraben. 8 Personen konnten sich selbst befreien, 7 mussten von den Einsatzkräften geborgen werden. Doch nur eine dieser 7 Personen konnte gerettet werden - leicht verletzt. Bei der Verletzten handelt es sich um eine Frau aus Österreich.

6 Personen fanden in der Lawine am Schneebiger Nock ihren Tod, darunter auch 5 Pusterer: Margit Gasser (32 Jahre) aus Sand in Taufers, Matthias Gruber (16 Jahre) aus dem Ahrntal, Christian Kopfsguter (21 Jahre) aus Niederdorf, Alexander Patrik Rieder (42 Jahre) aus Kiens und Bernhard Stoll (43 Jahre) aus Niederdorf verloren bei der Katastrophe ihr Leben.

Unter den Todesopfern befindet sich auch der Nordtiroler Horst Wallner. Der 49-Jährige aus Neustift im Stubaital war als Direktor der Wirtschaftskammer Tirol bekannt und beliebt. 

Hier gelangen Sie zum Online-Kondolenzbuch.

Skitourengeher waren gut ausgerüstet

Die Wintersportler seien korrekt ausgerüstet gewesen, berichteten die Einsatzkräfte auf einer Pressekonferenz am späten Samstagnachmittag. In Südtirol herrschte am Samstag Lawinenwarnstufe 2 (mäßig) auf der 5-stelligen Skala, mit Triebschneeansammlungen in den Expositionen Nord, Ost und West und, so hieß es auf der Pressekonferenz, "vermutlich das generelle Altschneeproblem mit den Schwachschichten". Die Auslösung der Lawine sei durch große Zusatzbelastung erfolgt.

stol

stol