So verbrachte die Krankenpflegerin die ersten Tage ihres Urlaubs zu Hause. „Schnell merkte ich aber, dass meine Kolleginnen und Kollegen an ihre Grenzen stießen“, erinnert sich Thurner. „Ich habe meinen Urlaub abgebrochen, um ihnen zu helfen.“ Laut Thurner hätte sich niemand erwartet, dass die Pandemie ein solches Ausmaß annehmen würde. „Auf so etwas waren wir nicht vorbereitet.“ In Krankenhäusern und Altersheimen leisteten die Mitarbeiterinnen Übermenschliches. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68685058_quote" /><BR /><BR />Die Wertschätzung bei der Bevölkerung stieg im gleichen Maße. Thurner erinnert sich noch lebhaft daran, wie sich unzählige Menschen mit einem Applaus aus dem Fenster bei den fleißigen Helfern bedankten. „Da sich die Quarantäne in die Länge zog, rückten unsere Leistungen aber wieder in den Hintergrund“, bemängelt sie. „Viele missachteten Regeln und sorgten mit ihrem Verhalten für hohe Infektionszahlen.“ Für Thurner, die die Konsequenzen hautnah zu spüren bekam, sehr ärgerlich. Sie hofft, dass jeder aus der Pandemie gelernt hat.<h3> Laptop statt Schulklasse</h3>Timon Scherer erlebte die Corona-Pandemie in seiner Schulzeit 3 Jahre lang hautnah mit. An den ersten Lockdown erinnert er sich mit gemischten Gefühlen. „Ich denke, die Reaktion der meisten Schüler war im ersten Moment dieselbe: Einerseits freute man sich über eine kurze Auszeit von der Schule, andererseits standen wir vor einer ungewissen Zukunft “, so Scherer. Doch bei der kurzen Pause sollte es nicht bleiben, die Wiedereröffnung der Schulen verschob sich immer weiter nach hinten.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68686262_quote" /><BR /><BR />„Online-Lektionen waren kein guter Ersatz für den Unterricht in der Klasse“, sagt Scherer. Die Lehrpersonen hätten sich zwar bemüht, schienen aber mit der Ausnahmesituation überfordert. Vor allem aber fehlte dem heutigen Studenten der soziale Kontakt zu seinen Klassenkameraden. „Videoanrufe und Videospiele konnten dies nur bedingt ersetzen“, betont er. „So mussten wir nicht nur auf den Unterricht in der Klasse, sondern auch auf Reisen, Geburtstagsfeiern und vieles mehr verzichten – und das ausgerechnet in dem Alter, in dem man beginnt, die Welt für sich zu entdecken.“ Dennoch ist Scherer der Meinung, er habe das Beste aus den Pandemie-Jahren herausgeholt.