<BR /><BR /><BR /><BR />Das Mobiltelefon der jungen Ärztin war damals in ihrem Auto gefunden worden, das an der Grenze zwischen den Gemeinden Cis und Cles abgestellt war, in der Nähe der Brücke über den Wildbach Noce, dessen Strömung in den Santa Giustina-See mündet.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282851_image" /></div> <BR /><BR />Die neue Suchaktion wurde von der Regierungskommissarin Isabella Fusiello angeordnet, die einem Antrag der Familie stattgab. „Wir wissen sehr wohl, dass wir nach fünf Jahren kaum noch einen Körper finden werden. Das wissen wir mit dem Verstand, aber das Herz hofft weiter. Uns würde schon ein einziger Schuh genügen. Oder die große blau-violette Brille, die sie an jenem Tag trug und die noch immer fehlt. Ein kleines Zeichen würde reichen, etwas, das uns hilft, die Frage zu beantworten, die uns jeden Tag begleitet: 'Ist Sara dort?'“, schrieben die Angehörigen auf dem Facebook-Profil „Verità per Sara Pedri“.<BR /><h3> „Durch ihre Geschichte Licht auf Mobbing geworfen“ </h3> Für die Angehörigen bedeutet die Suche jedoch mehr als nur die physische Suche nach Sara, heißt es weiter in dem Facebook-Beitrag: „Nach ihr zu suchen heißt auch, ihre Präsenz in ihrer Abwesenheit anzuerkennen. Es bedeutet, ihrer Stimme durch uns weiter Leben zu geben. Sara hat ,Berge versetzt' - und gemeinsam mit uns tut sie das noch immer. Durch ihre Geschichte haben wir ein Licht auf einen stillen Schmerz geworfen, der viele Menschen betrifft und über den noch immer zu wenig gesprochen wird: Mobbing. Wenn heute mehr darüber gesprochen wird, dann auch dank ihr.“<BR /><BR />Nach dem Stand der Ermittlungen soll sich Pedri das Leben genommen haben, angeblich weil sie unter dem schlechten Arbeitsklima in der Gynäkologieabteilung des Santa Chiara-Krankenhauses in Trient litt.<BR /><BR /><BR />Es wird vermutet, dass ihr Körper in den Stausee St.-Justina gelangte. „Der Gedanke, dass eine 31-jährige Frau dort unten geblieben sein könnte, ist für alle unerträglich“, sagte ihre Schwester.<h3> Von Vorwurf der Misshandlung freigesprochen</h3> Im Jänner 2025 hatte der Ermittlungsrichter von Trient den früheren Primar der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Krankenhauses Santa Chiara in Trient, Saverio Tateo, sowie seine Stellvertreterin Liliana Mereu vom Vorwurf der Misshandlung von Personal freigesprochen. Wegen einer als unrechtmäßig eingestuften Entlassung muss der Gesundheitsbetrieb dem ehemaligen Primar eine Entschädigung in Höhe von 240.000 Euro zahlen. Tateo war verdächtigt, Mitarbeiterinnen wiederholt beleidigt und gedemütigt zu haben. Der Fall war durch das Verschwinden von Pedri ins Rollen gekommen, nachdem Ermittlungen der Carabinieri auf Missstände in der Gynäkologieabteilung des Santa Chiara-Krankenhauses in Trient hingewiesen hatten, in der die verschwundene Ärztin arbeitete.