Es handelt sich um die tödlichsten bekannten Angriffe, seit sich die Al-Kaida-nahe Gruppe JNIM Ende April mit der von Tuareg dominierten Rebellenallianz FLA für eine landesweite Offensive zusammengeschlossen hat. Der malische Armeekommandeur Djibrilla Maiga hatte am Mittwoch in der Hauptstadt Bamako erklärt, die Aufständischen versuchten sich nach ihren jüngsten Vorstößen neu zu formieren. „Die Bedrohung ist immer noch akut“, sagte er. Die JNIM hatte vergangene Woche angekündigt, Bamako durch Streckenposten auf den Zufahrtsstraßen blockieren zu wollen. Maiga zufolge konzentrieren sich die Rebellen derzeit auf die Routen nach Kayes und Kita im Westen des Landes.<BR /><BR />Bei der koordinierten Offensive am 25. April hatten die Aufständischen unter anderem Verteidigungsminister Sadio Camara mit einer Autobombe getötet und mit der Regierung verbündete russische Truppen aus der strategisch wichtigen nördlichen Stadt Kidal vertrieben. Auch das Haus von Assimi Goita, dem Chef der nach Putschen in den Jahren 2020 und 2021 regierenden Militärjunta, war Ziel eines Anschlags, der jedoch vereitelt wurde. Goita hatte kurz darauf im Staatsfernsehen erklärt, die Lage sei unter Kontrolle. Nach Angaben der Armee wurden seit Beginn der Offensive mehrere Hundert Extremisten unschädlich gemacht.