„Auch heuer sind über 80 Prozent der Karten-Bezieher Zuwanderer-Familien“, sagt Sozialstadtrat Stefan Frötscher. ASGB-Chef Tony Tschenett rät den Beziehern, die 500 Euro zügig einzulösen, bevor der entsprechende Staatstopf leer ist.<BR /><BR />Im Unterschied zur ersten Auflage dieser Einkaufswertkarte im vergangenen Jahr hat der Sozialsprengel die Familien, die gemäß einer Rangliste in den Genuss der 500 Euro kommen, überprüft, auf dass sie nicht andere Unterstützungsmaßnahmen beziehen. „Beispielsweise den ,Eingliederungscheck‘, das Ex-Bürgergeld, oder andere Stützungsmaßnahmen“, sagt Sozialstadtrat Stefan Frötscher. <BR /><BR />Um in den Genuss der Karte zu kommen, darf die Einkommens- und Vermögenslage (ISEE) der Familie die 15.000 Euro nicht übersteigen. „Genau anhand dieses ISEE-Kodexes kann eine Familie, die in der Gemeinde aufliegende Liste durchsehen, ob sie berücksichtigt wurde“, sagt Frötscher. Heuer kommen 465 Familien in den Genuss, 2023 waren es 449. Damals hatte die Karte einen Wert von 382,5 Euro.<h3> Ein Punkt schließt viele Alleinerziehende oder Rentner aus</h3>Ein Karten-Kriterium ist, dass eine Familie mindestens 3 Mitglieder haben und ein Mitglied nach dem 31. Dezember 2010 geboren sein muss. „Genau das ist ein Punkt, der viele bedürftige Alleinerzieher oder Paare in Trennung ausschließt. Denn auf dem Familienbogen scheint ein Elternteil nicht mehr auf“, sagt ASGB-Chef Tony Tschenett und sieht darin einen Grund, warum der Anteil der Zuwandererfamilien unter den Kartenbeziehern so hoch ist. <BR /><BR />Für Tony Tschenett sei dieser 500-Euro-Bonus kein effizientes Mittel bedürftigen Familien zu helfen. „Besser wäre dieses Geld über das Familiengeld als Einmalzahlung an alle jene Familien auszuzahlen, die einen ISEE-Wert von maximal 15.000 Euro haben. Damit könnte man sich viel Zettelwerk und Tamtam ersparen. Eine Einmalzahlung würde alles erleichtern“, sagt Tschenett. <BR /><BR />Er rät auch, die Karte schnellstmöglich zu nutzen, denn die von Rom bereitgestellten Mittel seien begrenzt. Detail am Rande: Die Kosten der Einschreiben muss die Gemeinde zahlen. „Wir sind sozusagen nur die Überbringer der Botschaft, wir machen keine Kriterien und haben nichts zu entscheiden“, sagt Frötscher.