Montag, 07. Juni 2021

500.000 Kits für den Nasenflügeltest zu Hause

Künftig soll sich jeder zu Hause auf Corona testen können. Der Sanitätsbetrieb hat dafür eine halbe Million Nasenflügeltests bestellt. Geliefert werden sollen sie noch diese Woche. Die Verteilung dürfte über die Apotheken erfolgen.

Die Südtiroler sollen sich künftig vermehrt zu Hause selbst testen.
Badge Local
Die Südtiroler sollen sich künftig vermehrt zu Hause selbst testen. - Foto: © DLife
Über 580.000 Nasenflügeltests wurden in den öffentlichen Testzentren und Apotheken bislang durchgeführt. Über 713.000 waren es an den Bildungseinrichtungen. Die Tests an den Schulen werden diese Woche bekanntlich zum letzten Mal durchgeführt. Weil nunmehr vielerorts der Corona-Pass als Zugangsberechtigung nicht mehr zwingend ist, hat zudem in den Testzentren der Zulauf teils deutlich abgenommen. Nun befürchtet man beim Sanitätsbetrieb, die bislang detaillierte Übersicht über das Infektionsgeschehen im Land zu verlieren.

Um dennoch auch in den kommenden Wochen einen Überblick zu haben, bietet der Sanitätsbetrieb bald schon ein noch niederschwelligeres Angebot an: den Selbsttest. „Dieser funktioniert gleich wie der Nasenflügeltest, nur die Auswertung ist noch ein wenig vereinfachter“, erklärt Sanitätsgeneraldirektor Florian Zerzer den „Dolomiten“.

500.000 Stück dieser Testkits hat der Sanitätsbetrieb bestellt. Diese sollen im Laufe der Woche angeliefert und ab 14. Juni verteilt werden. Wie genau die Verteilung der Testkits erfolgt, ist aber noch nicht klar. „Wir sind diesbezüglich in Verhandlung mit den Apotheken“, so Zerzer. Die Verteilung über die Apotheken hätte gleichzeitig den Vorteil, dass bei der Übergabe jemand vom Fach den richtigen Gebrauch erklären könne, so Zerzer.

Bevor Sie weiterlesen, nehmen Sie an unserer Umfrage teil: Werden Sie sich daheim testen?



Ebenfalls noch definiert werden muss, wie viele solcher Tests man sich holen kann. Das soll im Laufe der kommenden Tage festgelegt werden, sagt Zerzer. Fest steht bereits: Fällt der Selbsttest positiv aus, muss man sich bei der Sanität melden und wird umgehend PCR-nachgetestet. Dass sich viele nach einem positiven Selbsttest nicht melden könnten, befürchtet Zerzer nicht. Er setzt auf das Verantwortungsbewusstsein der Südtiroler. Jetzt gehe es erst einmal darum, „die Menschen mit einem niederschwelligen Angebot zum Testen zu bringen“.

Die Zuverlässigkeit der Tests ist natürlich nur so gut wie jene derer, die sie anwenden: Werden Nasenflügeltests ohne Aufsicht durchgeführt, ist die potenzielle Fehlerquote möglicherweise höher.

em