Samstag, 06. Mai 2017

51. KFS-Landesversammlung: „Familie, was sonst!“

„Am Beginn eines neuen halben Jahrhunderts Familienverband spüren wir eine große Verantwortung – nämlich das Ehrenamt für Familie weiterzutragen“, hat KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner am Samstag bei der 51. Ordentlichen Landesversammlung des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) in Terlan gesagt.

KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner bei der 51. Ordentlichen Landesversammlung des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) in Terlan gesagt. - Foto: KFS
KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner bei der 51. Ordentlichen Landesversammlung des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) in Terlan gesagt. - Foto: KFS

„Familie, was sonst!“ Der Leitspruch des Katholischen Familienverbandes für das neue Tätigkeitsjahr 2017 ist nicht als Frage, sondern als Feststellung formuliert. „Denn was sollte eine stärkere Säule unserer Gesellschaft sein, wenn nicht die Familie“, wie Angelika Mitterrutzner bei der Landesversammlung betonte.

Dort, wo die Distanzen zwischen den Generationen größer werden oder Nachbarschaftshilfe fehlt, könne Ehrenamt für Familie viele Lücken schließen. Es gehe dabei nicht um jahrelange Verpflichtung: Auch kleine Gesten, Solidarität, Aufmerksamkeit und Verständnis untereinander seien ausschlaggebend für eine familienfreundliche Gesellschaft.

Jahresrückblick und Vorschau

„Familienfreundlichkeit beginnt schon bei den vielen Aktionen und Veranstaltungen, die in den 116 Zweigstellen in den 7 KFS-Bezirken des KFS organisiert werden“, bedankte sich die Präsidentin bei den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Der Jahresrückblick 2016 war vor allem dem Jubiläumsjahr „50 Jahre KFS“ gewidmet. Dieses war mit Veranstaltungen, wie dem Familienfest zum 50. Geburtstag im Vinzentinum, dem Treffen der KFS-Pioniere im Haus der Familie, der Organisation eines Benefiz-Galadinners zu Gunsten des Hilfsfonds „KFS-Familie in Not“ oder der Präsentation einer TV-Dokumentation sowie Verbandschronik sehr bewegt und intensiv.

Zentrale Themen im Verband

Auf Landesebene bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch zukünftig zentrales Thema. „Es braucht hier echte Wahlfreiheit, egal ob Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen wollen oder eine Betreuung außerhalb der Familie beanspruchen möchten“, forderte Mitterrutzner, genauso, wie die Anerkennung von Erziehungs- und Pflegejahren für die Rente, ohne einen Vorschuss leisten zu müssen.

Auch für Väter in Elternzeit bringe die Privatwirtschaft noch wenig Verständnis auf. Dabei sei die Präsenz eines einfühlsamen und engagierten Vaters nicht nur zentral für die Eltern-Kind-Bindung, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung, wie die Verbandspräsidentin betonte: „Wenn nicht nur Frauen, sondern auch Männer über Monate aus dem Berufsleben zurückträten, wäre die Gesellschaft umso mehr gefordert, Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden.“

Kompatscher und Deeg bei Landesversammlung

Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte in seinen Grußworten, dass die Familie als Querschnittsthema alle Bereiche der Politik betreffe und gerade die Wirtschaft eine Stütze für Familie sei, da sie das Einkommen sichere. Auf der anderen Seite sei Arbeitskräftemangel auch hierzulande absehbar. Gerade deshalb sei das Thema Familie und Beruf auch für die Landesregierung zentral.

Familienlandesrätin Waltraud Deeg freute sich auf das nahezu verdoppelte Budget aufmerksam zu machen, das nun in Familie investiert werde. Auch das, für Familien so wichtige Thema, „leistbares Wohnen“, werde derzeit im Familienbeirat besprochen und die Landesregierung versuche, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Wahl des Zentralausschusses

Höhepunkt der Landesversammlung 2017 war die Wahl des neuen Zentralausschusses. Für die kommenden vier Jahre wurden Angelika Mitterrutzner (Vahrn), Mathilde Gartner (Uttenheim), Norbert Kofler (Prad), Valentin Mair (Algund), Anna Oberschmied (Reischach) und Manuela Weber (Neumarkt) im Ausschuss bestätigt.

Neu im Zentralausschuss, aber mit einiger Verbandserfahrung, ist Robert Steger (St. Lorenzen) als ehemaliger Geschäftsführer im KFS und außerdem Adalgisa Obermarzoner (Vahrn). Im Ausschuss automatisch vertreten sind des Weiteren die Leiter der sieben Bezirke: Priska Theiner (Vinschgau), Edith Regele Ratschiller (Burggrafenamt), Anni Pfattner (Eisacktal), Inge Weiss (Bozen), Helga Mössner (Wipptal), Josef Pichler (Pustertal) und Elisabeth Platter (Unterland).

stol

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