Allein 30 Menschen wurden im Dorf Chasna östlich der nordirakischen Metropole Mossul getötet, als unmittelbar nacheinander zwei mit Sprengstoff beladene Lastwagen explodierten. 155 weitere Bewohner der Ortschaft wurden verletzt, berichteten Augenzeugen. Ihnen bot sich ein Bild der Verwüstung: Ganze Gebäude waren dem Erdboden gleichgemacht, von anderen waren nicht mehr als ein paar Mauern übrig geblieben. Mindestens 30 Häuser wurden zerstört. Noch Stunden nach der Terrortat suchten verzweifelte Bewohner unter den Trümmern nach vermissten Angehörigen.In Bagdad explodierten am Montag auf zwei sogenannten Arbeitsmärkten weitere Autobomben. 23 Menschen wurden getötet, 130 weitere verletzt, bestätigten Sicherheitskreise in der irakischen Hauptstadt. Die Opfer der Anschläge in den schiitischen Vierteln Schurta und Amel waren zumeist Tagelöhner, die herumstanden, um sich für Jobs am Bau anheuern zu lassen. In Kirkuk tötete indes ein Sprengsatz zwei Angehörige einer sunnitischen Miliz. Fünf weitere Männer der von der Regierung in Bagdad tolerierten Freiwilligen-Truppe wurden verletzt, bestätigte die Polizei in der nordirakischen Stadt.dpa