Freitag, 22. April 2016

570 Tote in Ecuador: Doch ein Überlebender gibt neue Hoffnung

Die Suche nach Toten und Überlebenden des Erdbebens in Ecuador dauert an. In der Stadt Portoviejo an der Pazifikküste bargen Rettungskräfte einen 52-jährigen Portier lebend aus den Trümmern eines Hotels, wie die Zeitung „El Universo“ am Mittwoch berichtete.

570 Tote wurden mittlerweile bestätigt. Die Bergung eines Überlebenden gibt den Rettern dennoch Hoffnung.
570 Tote wurden mittlerweile bestätigt. Die Bergung eines Überlebenden gibt den Rettern dennoch Hoffnung. - Foto: © APA/AFP

Der Überlebende war nach der Bergung wohlauf und sprach vom Krankenhausbett aus über die etwa 40 Stunden, in denen er verschüttet war: „Ich habe mir vorgestellt zu essen, und mir mit der wenigen Flüssigkeit, die ich uriniert habe, die Lippen befeuchtet.“

570 Tote

In Folge des Erdbebens der Stärke 7,8 vom Samstag sind 570 Menschen gestorben.

Insgesamt seien 13 Ausländer unter den Todesopfern identifiziert worden, teilte am Mittwochabend (Ortszeit) die ecuadorianische Staatsanwaltschaft mit. Unter ihnen befinde sich auch ein deutsches Opfer. Eine Bestätigung der deutschen Behörden lag zunächst nicht vor.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstagabend vor allem einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen westlich der Hauptstadt Quito getroffen. Mehr als 23 500 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht, berichtete der Katastrophendienst SNGR. Weitere 7015 Menschen seien verletzt worden. Nach 163 Vermissten werde weiterhin gesucht. Über tausend Gebäude seien total zerstört worden.

3 Milliarden Dollar für Aufbau

Staatschef Rafael Correa schätzte, dass der Wiederaufbau rund drei Milliarden US-Dollar (rund 2,6 Milliarden Euro) kosten und Jahre dauern werde. Das sagte der Staatschef am Mittwoch auf einer Pressekonferenz nach einem Besuch der Krisenregion.

dpa

stol