Dienstag, 31. März 2020

59.000 Menschenleben in 11 Ländern durch Corona-Maßnahmen gerettet

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59.000 Menschen in 11 europäischen Ländern das Leben gerettet. Die meisten Menschenleben wurden in Italien gerettet.

Seit geraumer Zeit gibt es in vielen Ländern strenge Ausgangsbeschränkungen.
Seit geraumer Zeit gibt es in vielen Ländern strenge Ausgangsbeschränkungen. - Foto: © EXPA/ JOHANN GRODER
Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der verschiedenen Maßnahmen, die in 11 Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schließung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Maßnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat.

Im stark von der Pandemie betroffenen Italien, das als erstes Land strikte Maßnahmen ergriffen hatte, wurden demnach die meisten Menschenleben gerettet. Die Wissenschafter schätzen, dass dort 38.000 Menschen vor dem Tod bewahrt werden konnten. In Spanien waren es demnach 16.000 Menschen, in Frankreich 2500, in Belgien 560, in Deutschland 550, in Großbritannien 370, in der Schweiz 340, in Österreich 140, in Schweden 82, in Dänemark 69 und in Norwegen bisher 10.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich in den 11 Ländern insgesamt zwischen 7 und 43 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Die offiziell bestätigten Zahlen sind deutlich niedriger. Dies erklärt sich den Forschern zufolge dadurch, dass Infizierte in vielen Fällen nur „milde oder gar keine Symptome“ aufweisen. Zudem würden viele Infektionen wegen der „begrenzten“ Testmöglichkeiten nicht erkannt, heißt es in der Studie.

apa/afp