Samstag, 29. Februar 2020

6-jähriger Junge nach Rodelunfall weiter in Lebensgefahr

Der kleine Junge, der sich bei einem tragischen Rodelunfall auf der Seiser Alm am Freitag schwerste Verletzungen zugezogen hatte, schwebt weiter in Lebensgefahr. Dies teilte der Sanitätsbetrieb am Samstagabend auf Nachfrage gegenüber STOL mit.

Die Unfallstelle wurde von den Carabinieri abgesperrt. Die Ermittlungen dauern an.
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Die Unfallstelle wurde von den Carabinieri abgesperrt. Die Ermittlungen dauern an. - Foto: © DLife
Wie berichtet, befindet sich die in Erfurt lebende litauische Familie auf Winterurlaub in Südtirol. Am Freitag dann waren der 6-jährige Bub und ein weiteres Kind auf der dafür zugelassenen Panorama-Piste mit der Rodel unterwegs.

Doch der Junge verlor laut ersten Erkenntnissen wohl die Kontrolle über den Schlitten und vor allen Dingen über die Geschwindigkeit seines Sportgeräts. Auf der Höhe des Restaurants krachte der Bub gegen gelbe Begrenzungsmatten, die vor einem Absperrzaun angebracht sind. Vor diesen waren wohl zur besseren Stabilität Schneehaufen aufgetürmt. Die außer Kontrolle geratene Rodel konnten sie allerdings nicht aufhalten. Fest steht, dass der Bub mitsamt Rodel über die Begrenzung hinwegsauste und dann einige Meter tiefer auf dem Asphalt der Unterführung aufschlug. Der Bub, der keinen Helm trug, zog sich dabei schwerste Gesichts- und Kopfverletzungen zu.

Gefunden wurde er von Passanten, die zunächst davon ausgingen, dass das Kind aus dem über diese Stelle hinwegführenden Panorama-Sessellift gefallen sein könnte. Diese Vermutung bestätigte sich dann aber nicht. Die Eltern waren beim Langlaufen gewesen und rasch zur Stelle.

Sofort wurde der Rettungshubschrauber Pelikan 1 zur Unfallstelle beordert. Das Team brachte den Buben ins Bozner Spital, wo Ärzte und Pflegepersonal seitdem um das Leben des schwerst verletzten Kindes kämpfen. Laut Sanitätsbetrieb befindet sich das Kind auch am Samstagabend noch in Lebensgefahr, der Zustand soll äußerst kritisch sein.

Die Carabinieri haben die notwendigen Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

d/stol