Was wir über sie wissen.<h3> Emanuele Galeppini, Nachwuchsgolfer und ein Leben zwischen Dubai und Italien</h3>Emanuele, der am 21. Januar 17 Jahre alt geworden wäre, wurde in Genua geboren und lebte seit einigen Jahren mit seiner Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Dubai. Dort trainierte er regelmäßig und mit großer Hingabe in einem Golfclub. Zuletzt belegte er Platz 3.408 in der Rangliste des World Amateur Golf Ranking, seine bislang beste Platzierung lag bei Rang 2.440.<BR /><BR />Trotz des Umzugs nach Dubai kehrte die Familie immer wieder nach Ligurien zurück, insbesondere zum Golf- und Tennisclub Rapallo, mit dem sie eng verbunden war und wo Emanuele bereits im Kindesalter mit dem Golfsport begann.<BR /><BR />Die letzte Nachricht von Emanuele erhielt sein Vater kurz nach Mitternacht am 1. Januar. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich im Lokal „Le Constellation“ in Crans-Montana. Die Bestätigung seines Todes erreichte die Familie am Abend des 3. Januar.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257639_image" /></div> <h3> Giovanni, vorbildlicher Gymnasiast aus Bologna, befand sich im Urlaub mit seinem Vater</h3>Giovanni Tamburi war 16 Jahre alt, galt als vorbildlicher Schüler und engagierte sich in der Pfarrei. Über die Großmutter väterlicherseits stammt er aus einer in Bologna bekannten Familie, den Sassoli de’ Bianchi. In Crans-Montana befand er sich im Urlaub mit seinem Vater Giuseppe Tamburi und einer seiner älteren Schwestern. Seine Mutter Carla Masiello blieb in der emilianischen Hauptstadt; die Eltern lebten bereits seit längerer Zeit getrennt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257642_image" /></div> <h3> Riccardo, spielte Tennis und war an Geisteswissenschaften interessiert</h3>Riccardo Minghetti war 16 Jahre alt und stammte aus der italienischen Hauptstadt Rom. Er interessierte sich für Tennis und für geisteswissenschaftliche Fächer. In der Silvesternacht war er gemeinsam mit seiner Schwester Matilde in der Bar „Le Constellation“. Begleitet wurden sie von Manfredi Marcucci, einem Jungen aus Rom, den sie zusammen mit ihren Familien im Urlaub in den Schweizer Bergen kennengelernt hatten. <BR /><BR />Seine Schwester Matilde, die das Lokal kurz vor dem Brand verlassen hatte, erlitt Verbrennungen an den Händen, als sie unmittelbar nach der Tragödie den Rettungskräften half. „Sie suchte nach ihrem Bruder, konnte ihn aber nicht finden“, erklärte Giuseppina Tomei, die Direktorin des Gymnasiums Cannizzaro, das Riccardo besuchte, am Tag nach dem Brand. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257645_image" /></div> <h3> Achille – Kunstgymnasium in Mailand und Freundschaften in der Schweiz</h3>Achille Barosi war 16 Jahre alt und Schüler aus Mailand. Er besuchte das Kunstgymnasium der Ursulinen. Am Silvesterabend hielt er sich im Pub „Le Constellation“ zusammen mit Chiara Costanzo, ebenfalls aus Mailand und eine Freundin von Achille. Chiara Costanzo kam bei der Brandkatastrophe ebenfalls ums Leben. Achilles Eltern besitzen ein Haus in Crans-Montana, und die Familie hatte den Tag gemeinsam verbracht.<BR /><BR />„Achille hat um Mitternacht noch zu Hause auf das neue Jahr angestoßen und ist dann gegen ein Uhr nachts mit Chiara und anderen gleichaltrigen Freunden in das Lokal gegangen“, berichtete sein Cousin Edoardo Sparacino. „Achille wurde zuletzt gegen 1.30 Uhr von einem Freund gesehen, der der Tragödie entkommen ist, obwohl er noch einmal in den Pub zurückging, um Jacke und Handy zu holen – zu einem Zeitpunkt, als das Feuer bereits ausgebrochen war.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257648_image" /></div> <h3> Chiara – Schülerin aus Mailand mit Interesse an Schule, Tanz und Reisen</h3>Chiara Costanzo war 16 Jahre alt. Sie interessierte sich für Reisen, Tanz und die Schule. Am naturwissenschaftlichen Gymnasium Moreschi in Mailand erzielte sie in allen Fächern sehr gute Leistungen. Sie hatte den Wunsch, später zu studieren und möglicherweise eine berufliche Laufbahn im Ausland einzuschlagen. Familie und Freunde beschrieben sie als freundlich und großzügig.<BR /><BR />In der Silvesternacht hielt sich Chiara Costanzo mit Freunden – darunter auch Achille Barosi – in der Bar „Le Constellation“ auf, die auch für sie zur tödlichen Feuerfalle wurde. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257651_image" /></div> <h3> Sofia in einem Video jener Nacht zu sehen</h3>Ihr Name war am Samstagabend auf der Liste der Kriseneinheit des italienischen Außenministeriums erschienen. Sofia Prosperi, erst 15 Jahre alt, war die sechste als vermisst gemeldete italienische Person nach der Silvestertragödie in Crans-Montana. Sie besaß die italienische und die schweizerische Staatsangehörigkeit. Ihre Familie stammt aus Rom, Sofia selbst war jedoch in Castel San Pietro im Kanton Tessin geboren und aufgewachsen, wenige Kilometer von Mendrisio entfernt, wohin ihr Vater aus beruflichen Gründen gezogen war. <BR /><BR />In Crans-Montana hatte Sofia die Silvesternacht gemeinsam mit Freundinnen im Pub „Le Constellation“ verbringen wollen. Sie wurde von einigen Freunden in einem der im Internet kursierenden Videos des Abends erkannt. Sie befand sich im unteren Stockwerk des Lokals, als die Decke Feuer fing, und konnte – wie viele andere Jugendliche – das Gebäude nicht rechtzeitig verlassen.