Organisiert wurde das Symposium von Silke Larcher, Ärztin auf der Abteilung Orthopädie und Traumatologie des Landeskrankenhauses Bozen, gemeinsam mit Lorenz Larcher, Leiter der Plastischen Chirurgie des Krankenhauses Brixen.<BR /><BR /> Die Operation konnte am gestrigen Montag auf dem großen Bildschirm des Kongresssaals des Landeskrankenhauses Bozen live mitverfolgt werden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="563627_image" /></div> <BR /><BR />Die 6-stündige Handoperation wurde an einem 30-jährigem italienischen Staatsbürger vorgenommen, der eigens dafür aus Skandinavien eingeflogen worden war, wo er als angesehener Wissenschaftler tätig ist. Der Patient litt unter einer fortgeschrittenen Nekrose des Mondbeins am linken Handgelenk (Morbus Kienböck), die starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachte. <BR /><BR /><b>Verfahrenstechnik zum ersten Mal in Italien durchgeführt</b><BR /><BR />Beim Eingriff wurde der abgestorbene Teil des Mondbeins entfernt und mit einem osteochondralem Knochen vom lateralen Oberschenkelkondyl ersetzt. Diese Verfahrenstechnik wurde das erste Mal in Italien durchgeführt. <BR /><BR />Das Besondere an dieser Operation war, dass der Knochen mit Knorpelgewebe und der dazugehörigen Arterie und Venen am Knie entnommen und im Bereich des resezierten Mondbeins eingesetzt wurden. Die Arterie wurde dann mit der Arteria Radialis, sowie auch die Venen, am Handgelenk End-zu-End vernäht. Damit wurde die Durchblutung des Mondbeins wiederhergestellt. <BR /><BR />Nach einer 12-wöchigen Ruhigstellung kann der Patient nach dieser gut verlaufenden Operation wieder schmerzfrei ins Berufsleben zurückkehren.