<h3> Tipp 1: Hosenbeine in die Socken</h3>Auch wenn viele diese Grusel-Vorstellung im Kopf haben: Zecken fallen nicht von Bäumen. Sie sitzen meist weniger als einen Meter hoch im Gras oder Gebüsch. Streifen wir an den Pflanzen entlang, können die Tiere den Weg auf unseren Körper finden.<BR /><BR />Ist das passiert, krabbeln sie in der Regel eine Weile herum, um eine ideale Einstichstelle zu finden. Diese Suche kann man den Tieren vermiesen – indem man den Ausflug ins Grüne mit geschlossenen Schuhen und mit langen Ärmeln und Hosenbeinen antritt.<BR /><BR />Auch wenn es modisch fragwürdig ist: Insbesondere wenn man im hohen Gras oder Unterholz unterwegs ist, gehören die Hosenbeine in die Socken gesteckt, wie das Portal „Klima Mensch Gesundheit“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rät. Hilfreich ist auch eine clevere Farbwahl: Auf hellen Kleidungsstücken erkennt man krabbelnde Tierchen leichter.<h3> Tipp 2: Insektenschutz auftragen</h3>Durch Insektenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET und Icaridin können Outdoor-Freunde nicht nur Mücken fernhalten, sondern auch Zecken. Je nach Produkt sollte der Schutz nach zwei bis vier Stunden erneuert werden.<h3> Tipp 3: Beliebte Andockstellen am Körper absuchen</h3>Nach einem Ausflug ins Grüne ist gründliches Absuchen angesagt. Zecken mögen geschützte, feuchte Körperstellen mit dünner Haut. Dazu zählen etwa auch Achselhöhlen, Bauchnabel, Genitalbereich und Kniekehlen. Gut zu wissen: Bei Kindern stechen Zecken gern im Bereich von Kopf und Hals zu.<h3> Tipp 4: Zecke schnellstmöglich entfernen</h3>Übeltäter entdeckt? Dann ist rasches Entfernen angesagt. Denn je länger die Zecke am Körper saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Bakterien, die Borreliose auslösen können, im Körper hinterlassen kann. Die Übertragung von FSME-Viren passiert hingegen direkt beim Stich. Panik muss aber nicht sein: Längst nicht jede Zecke ist mit den Krankheitserregern infiziert.<BR /><BR />Am besten entfernt man den Blutsauger mit einem Hilfsmittel wie einer Zeckenkarte oder -zange. Sind sie nicht zur Hand, tut es auch eine Pinzette – oder im Notfall die eigenen Fingernägel.<BR /><BR />Womit man auch hantiert: Die Zecke sollte damit dicht am Mundwerkzeug gefasst und vorsichtig senkrecht herausgezogen werden. Tabu ist es, die Zecke zu quetschen oder sie mit Öl oder Klebstoff zu beträufeln. Beides kann dafür sorgen, dass mehr infektiöse Körperflüssigkeiten der Zecke in den eigenen Körper gelangen können.<h3> Tipp 5: Einstichstelle im Blick behalten</h3>Ist der Blutsauger entfernt, sollte man die Einstichstelle desinfizieren und fotografieren, rät die Apothekerkammer. Weiterer Tipp: sich das Datum des Zeckenstichs notieren.<BR /><BR />In den Tagen und Wochen danach sollte man regelmäßig checken: Gibt es Hautveränderungen? Ein Symptom für Borreliose ist nämlich eine kreisrunde Rötung, die sich immer weiter ausbreitet und einen Durchmesser von 20 Zentimetern erreichen kann.<BR /><BR />Mit einer solchen Hautveränderung sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Das gilt auch bei grippeähnlichen Symptomen, Kopfschmerzen oder Entzündungen, rät das Portal „Klima Mensch Gesundheit“.<h3> Tipp 6: FSME-Impfschutz checken</h3>FSME kann eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten verursachen. Nach dem Erfolg der Initiativen in den vergangenen Jahren lädt der Südtiroler Sanitätsbetrieb auch in diesem Jahr die Bürgerinnen und Bürger ein, bei diesem Thema wachsam zu bleiben und fördert die Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). So gibt es in allen Gesundheitsbezirken Südtirols spezielle Impftermine, um den Dienst möglichst flächendeckend und kundennah anzubieten. <BR /><BR />„Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Viruserkrankung, die auch schwerwiegende Folgen haben kann“, erklärt Dr.in Silvia Spertini, Direktorin des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit (SISP) des Südtiroler Sanitätsbetriebs. “Die Impfung ist das wirksamste Mittel sich zu schützen, insbesondere wenn man viel Zeit in der Natur verbringt.“<BR />Das spezielle Impfangebot wird im Laufe des Frühlings nach mehreren Open Days im März mit weiteren Terminen fortgeführt. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb wird darüber rechtzeitig über seine Kanäle informieren.