Freitag, 06. November 2020

6 weitere Südtiroler Gemeinden sind nun rote Zone

Aufgrund des stark steigenden Infektionsgeschehens gelten ab Samstag auch für Gais, Bruneck, Olang, Kaltern, Natz-Schabs und Klausen noch strengere Corona-Bestimmungen als im restlichen Land. Insgesamt stehen nun 33 Gemeinden unter diesem Mini-Lockdown.

6 Gemeinden wurden am Freitag aufgrund des Infektionsgeschehens zu roten Zonen erklärt.
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6 Gemeinden wurden am Freitag aufgrund des Infektionsgeschehens zu roten Zonen erklärt. - Foto: © shutterstock
Weitere 6 Südtiroler Gemeinden gelten ab Samstag als „rote Zone“ und sind noch strengeren Bestimmungen gegen die Verbreitung des Coronavirus unterworfen. Es handelt sich dabei um die Gemeinden Bruneck, Gais, Kaltern, Klausen, Natz-Schabs und Olang.

Die Entscheidung ist am Freitagnachmittag auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann und auf der Grundlage der Daten des Südtiroler Sanitätsbetriebs von Landeshauptmann Arno Kompatscher getroffen worden. Somit gelten in diesen 6 Gemeinden die einschränkenden Bestimmungen, wie sie bereits in weiteren 27 der 116 Südtiroler Gemeinden zur Anwendung kommen.

Hier alle Gemeinden im Überblick:



Einschränkungen für 14 Tage

Der Landeshauptmann hat die Verordnung (Nr. 67), mit der die Sondermaßnahmen für die so genannten Cluster-Gemeinden erlassen werden, am Freitagnachmittag unterzeichnet. Die Maßnahmen treten um Mitternacht in Kraft und gelten ab Samstag vorerst 14 Tage lang bis zum 20. November 2020.

Auch in den 6 neu auf rot gestuften Gemeinden werden die Friseure und Schönheitspfleger schließen und die Bürger dürfen ihre Gemeinde nur mehr aus beruflichen, gesundheitlichen oder dringlichen Gründen verlassen, Bürger aus anderen Gemeinden dürfen die Lockdown-Gemeinden ebenfalls nur aus diesen Gründen betreten. Die Schulen öffnen allerdings auch in den Lockdown-Gemeinden nächsten Montag. Allerdings wechseln in den Lockdown-Gemeinden Schüler der 2. und 3. Mittelschule in den Fernunterricht.

Als „gelbe Zone“ gelten hingegen seit Freitag Brixen, Lajen, St. Martin in Thurn, Karneid, Tscherms, Altrei und Prettau – diese Gemeinden haben den Mini-Lockdown nun unmittelbar vor Augen.

Wie erfolgt die Einstufung in rote oder gelbe Zone?

Die Einstufung als Cluster-Gemeinde, also als Gemeinde mit einem hohen Infektionsgeschehen, erfolgt auf der Grundlage verschiedener Indikatoren, die der Südtiroler Sanitätsbetrieb ermittelt, darunter die Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Überschreiten diese die 3 Neuansteckungen je 1000 Einwohner am Tag oder 10 auf 1000 Einwohner in 2 Wochen, so werden die Gemeinden unter die Lupe genommen und das Infektionsgeschehen anhand der Anzahl der Infektionsherde analysiert.

Berücksichtigt werden dabei zudem die Anzahl der symptomatischen, positiv getesteten Personen, die Zahl der Krankenhaus-Aufnahmen mit entsprechendem Schweregrad und die Anzahl der Personen in Quarantäne.

lpa/stol

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