Samstag, 12. Juni 2021

60 Jahre Feuernacht: Strommasten im ganzen Land rot beleuchtet

Am gestrigen Freitag, 11. Juni, hat sich die Feuernacht zum 60. Mal gejährt. Der Südtiroler Schützenbund hat diesem Jahrtag gedacht, indem im ganzen Land Strommasten rot beleuchtet wurden.

Der Südtiroler Schützenbund hat der Feuernacht gedacht, indem im ganzen Land Strommasten rot beleuchtet wurden.
Badge Local
Der Südtiroler Schützenbund hat der Feuernacht gedacht, indem im ganzen Land Strommasten rot beleuchtet wurden. - Foto: © Südtiroler Schützenbund / Richard Andergassen
Als „Feuernacht“ ging die Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 in die Geschichte Südtirols ein. Allein in dieser Nacht hat der Befreiungsausschusses Südtirol (B.A.S.) 37 Strommasten gesprengt, um die Weltöffentlichkeit auf die Unterdrückung der deutschsprachigen Minderheit in Südtirol aufmerksam zu machen. In der Folge ist es zu Massenverhaftungen, Prozessen und Folterungen der Aktivisten gekommen.

Anlässlich des 60. Jahrestages hat der Südtiroler Schützenbund an die Feuernacht von 1961 erinnert und im ganzen Land gut sichtbare Strommasten rot beleuchtet.

Rote Beleuchtung als Dank und Anerkennung

Mit der „stillen Beleuchtung“ möchten die Schützen Dank und Anerkennung für jene Männer und Frauen zum Ausdruck bringen, die für die Freiheit Südtirols große Opfer gebracht haben.

„Die rote Beleuchtung soll aber auch an die Polizeigewalt erinnern, der damals unser Volk ausgesetzt war und durch die es Verletzte und Tote gab“, betonen die Schützen.

Die Feuernacht von 1961 ist und bleibt ein einschneidendes Kapitel in der Geschichte Südtirols. Alles zu den dramatischen Ereignissen, ihre Vorgeschichte und die Folgen der „Feuernacht“ zeichnet der Zeithistoriker Rolf Steininger in einer 100 Seiten starken Broschüre nach. Hier gibt es das Heft

stol

Alle Meldungen zu: