„Chronisch Nierenkranke fordern mehr Gehör, bessere Aufklärung sowie eine stärkere Unterstützung im Alltag, da die Erkrankung das Leben der Betroffenen massiv einschränkt“, erklärte dabei Präsident Gustav Kofler.<h3> Sabine Gruber: Diagnose ihrer Erkrankung traf sie völlig unerwartet</h3>Im Rahmen der Vollversammlung gewährte die Südtiroler Schriftstellerin Sabine Gruber eindrucksvolle und sehr persönliche Einblicke in ihr Leben mit einer schweren Nierenerkrankung. Gruber, in Meran geboren und heute in Wien lebend, zählt zu den renommiertesten Autorinnen Südtirols und wurde für ihr literarisches Schaffen mehrfach ausgezeichnet, wie der Verein Nierene in einer Aussendung betont.<h3> In ein tiefes Loch gefallen</h3>Die Diagnose ihrer Erkrankung traf sie völlig unerwartet, damals noch als Studentin in Innsbruck. Ein Einschnitt, der ihr Leben von Grund auf veränderte. Sie schilderte, wie sie in dieser Zeit in ein tiefes Loch fiel und insbesondere die späteren Jahre der Dialyse für sie eine enorme körperliche und seelische Belastung darstellten. Umso prägender war schließlich die lebensrettende Transplantation: Seit mittlerweile 32 Jahren lebt Sabine Gruber mit einer Spenderniere ihrer Mutter, ein eindrucksvolles Beispiel für die Chancen, die Organspende schenken kann.<BR /><BR />Mit großer Offenheit und eindringlichen Worten gelang es ihr, die Anwesenden tief zu berühren und zugleich Mut zu machen. „Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele Betroffene und macht deutlich, wie entscheidend Organspende Leben verändern und retten kann“, heißt es in einer Aussendung von Nierene. <h3> Jahrelanges Warten auf das Spenderorgan</h3>Gerade vor diesem Hintergrund unterstreicht der Verein für Nierenkranke die enorme gesellschaftliche Bedeutung der Organspende. „Viele Patientinnen und Patienten warten oft jahrelang auf ein lebensrettendes Organ“, heißt es weiter. Jede einzelne Entscheidung zur Organspende könne Hoffnung schenken und Leben verlängern. <h3> Organspende sei ein Akt der Solidarität und Menschlichkeit</h3> Nierene Südtirol ruft daher dazu auf, sich bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese auch im eigenen Umfeld zu kommunizieren. Organspende sei ein Akt der Solidarität und Menschlichkeit und könne im entscheidenden Moment zum größten Geschenk werden. Die Vollversammlung wurde so nicht nur zu einem Moment des Austauschs, sondern auch zu einem eindringlichen Appell für mehr Bewusstsein, Verantwortung und Mitmenschlichkeit.