Donnerstag, 18. Mai 2017

600 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Vor der libyschen Küste sind circa 600 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Wie die italienische Küstenwache mitteilte, wurden die Flüchtlinge bei sechs Einsätzen in Sicherheit gebracht.

600 Menschen wurden am Donnerstag wieder aus dem Mittelmeer gerettet.
600 Menschen wurden am Donnerstag wieder aus dem Mittelmeer gerettet. - Foto: © shutterstock

Die Menschen befanden sich an Bord von drei Schlauchbooten und von drei kleinen Schiffen.

Die Rettungseinsätze erfolgten mit Schiffen der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, SOS Mediterranee und MOAS, wie die Küstenwache mitteilte.

Kampagne für neues Einwanderungsgesetz 

Italienische Parlamentarier, Intellektuelle, Künstler und die Bürgermeister von 60 Städten unterstützen indes eine Kampagne zur Förderung eines Gesetzesentwurfs, mit dem das in Italien seit 2002 geltende Einwanderungsgesetz abgeschafft werden soll. Mindestziel der Initiatoren der Kampagne ist es, in sechs Monaten 50.000 Unterschriften für ein neues Einwanderungsgesetz zu sammeln. Laut den Initiatoren der Kampagne, zu denen die Ex-EU-Menschenrechtskommissarin Emma Bonino zählt, soll das Vergehen der illegalen Einwanderung aus dem italienischen Strafgesetzbuch gestrichen werden.

Polemik um Anti-Rassismus-Marsch in Mailand

Zur Unterstützung ihrer Kampagne planen die Befürworter eines neuen Einwanderungsgesetzes am Samstag einen Anti-Rassismus-Marsch in Mailand. Die Initiative wird vom Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala sowie von mehreren Linkspolitikern aktiv gefördert, wird jedoch von der ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord scharf kritisiert. „Der Mailänder Bürgermeister fördert die Migranten, nicht die Italiener, die mit akuten Problemen wie Arbeitslosigkeit und niedrige Pensionen konfrontiert sind“, so der Spitzenpolitiker der Lega Nord, Roberto Calderoli.

stol