<BR />Am Morgen versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Petersberg. Von dort führt der Besinnungsweg durch den Wald hinauf zum bekannten Wallfahrtsort. Das gemeinsame Unterwegssein bildete dabei bewusst einen wesentlichen Teil der Wallfahrt: Begegnung, Besinnung, Glaube und die Verbundenheit sollten ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Musik. Der gemeinsame Gottesdienst mit Diözesanbischof Ivo Muser wurde zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis. Heinrich Walder, Vorsitzender des Verbands der Kirchenmusik Südtirol, hatte für die Chorwallfahrt eigens die „Messe in F“ komponiert, die von den Anwesenden gemeinsam zur Aufführung gebracht wurde.<BR /><BR />In seiner Predigt würdigte Bischof Muser den Dienst der Kirchenchöre und erinnerte daran, dass ihr Dienst weit über die musikalische Gestaltung eines Gottesdienstes hinausreiche. „Wir singen nicht nur über unseren Glauben. Wir dürfen unseren Glauben zum Klingen bringen – mit unserem Leben“, sagte der Bischof. Dabei griff er auch das Bild des Chores als Gemeinschaft auf: Sopran, Alt, Tenor und Bass hätten ihren eigenen Klang, erst im Miteinander entstehe Harmonie. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1365168_image" /></div> <BR /><BR />Verbandsvorsitzender Heinrich Walder stellte den geistlichen Charakter des Tages in den Vordergrund. Nicht das große Ereignis stehe im Mittelpunkt, sondern die Wallfahrt selbst: das bewusste Sich-Aufmachen zu einem Ort des Glaubens und des Gebets. Der gemeinsame Gesang werde dabei zum Ausdruck des Glaubens, des Dankes und der Hoffnung.<BR /><BR />Nach dem Gottesdienst und dem gemeinsamen Mittagessen standen auch am Nachmittag Begegnung und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Angeboten wurden unter anderem ein offenes Singen, die Besichtigung von St. Leonhard und der Einsiedelei sowie Führungen durch die Brauerei von Maria Weißenstein. <BR /><BR /> Walder dankte den Sängerinnen und Sängern abschließend für ihren Einsatz in den Kirchenchören und würdigte ihren ganzjährigen „unverzichtbaren und unbezahlbaren Dienst an der Kirche“. Die Freude und Begeisterung für die geistliche Musik, die bei der Wallfahrt gemeinsam erlebt wurde, solle mit nach Hause genommen und im Choralltag weitergetragen werden.