Die Mitteilung über die Straftat und die entsprechende Verhandlung kommt vom Eastern District of New York des amerikanischen Justizministeriums. Demnach wurde Manfred Gruber am 30. März verhört, wobei er ein Schuldeingeständnis ablegte.<BR /><BR />Gruber arbeitete als Vertriebsleiter für einen bekannten norditalienischen Großhändler für Waffen und Munition. Als solcher importierte er gemeinsam mit einem Komplizen Kriegsgerät nach Italien. Über eine zweite Firma gab er die Waffen den offiziellen Schilderungen zufolge anschließend weiter an einen Händler in Kirgistan, der sie nach Russland vermittelte. <BR /><BR />Der Haken an der Sache: Gruber besaß keine Exportgenehmigung und bemühte sich auch nicht, eine solche zu erhalten. Vielmehr setzte er sich bewusst über die US-amerikanischen Exportkontrollvorschriften hinweg, welche eine unerlaubte Weitergabe des Kriegsgeräts verbieten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1299312_image" /></div> <BR />„Manfred Gruber installierte ein internationales Netzwerk, das während des Krieges gegen die Ukraine in Amerika hergestellte Munition unrechtmäßig an Russland lieferte. Gruber nutzte Lücken in Lizenzbestimmungen aus und ignorierte Exportbeschränkungen, um die militärische Kampagne eines gegnerischen Staates zu unterstützen. Das FBI wird weiterhin jeden zur Verantwortung ziehen, der US-Unternehmen oder Waffen nutzt, um ein anderes Land dabei zu unterstützen, Kriegsziele zu erreichen“, erklärte James Barnacle, Assistant Director in Charge des FBI-New York Field Office. <BR /><BR />Die Ermittlungen gegen Manfred Gruber waren eingeleitet worden, nachdem Sergei Zharnovnikov, sein mutmaßlicher Mittelmann in Kirgistan, im Januar 2026 zu 39 Monaten Haft verurteilt worden war. Er hatte gestanden, den Export Control Reform Act bewusst verletzt zu haben. Gruber sitzt Informationen zufolge nun im Gefängnis in Brooklyn und wartet auf ein Urteil.