„Der Ehemann der Verletzten war im Vorstieg und hörte plötzlich einen Schrei. Dann musste er tatenlos mitansehen, wie seine Frau (63) fast 100 Meter über steiles Gelände stürzte“ , sagt Stefan Romen, Rettungsstellenleiter der BRD Kaltern im AVS, nach dem Einsatz am Samstag Mittag nahe der Lawinenspitze auf 1650 Metern Meereshöhe. <BR /><BR />Diese liegt zwischen wischen Mendelpass und Roen. Dort war das Eppaner Ehepaar im Zuge einer gemeinsamen Bergtour auf dem Prazoller Steig unterwegs, als das Bergunglück passierte.<BR /><BR />Um 13.15 Uhr via Landesnotrufzentrale 112 alarmiert, rückten insgesamt 6 Bergretter aus und wurden von einem Skidoo der Mendelliftgesellschaft zur Absturzstelle gebracht. „Diese allerdings war aufgrund des steilen und felsigen Geländes nur schwer zugänglich, weshalb einen Windenbergung notwendig war“, berichtete Romen weiter. Nur er selbst und ein Flugretter des zufällig in der Nähe befindlichen Notarzthubschraubers Pelikan 3 konnten zunächst direkt zur Verletzten abgeseilt werden. <BR /><BR />Diese hatte bei dem Sturz mittelschwere Verletzungen an Rücken und einem Knie erlitten, war allerdings immer ansprechbar. So konnte die 63-jährige Eppanerin noch direkt an der Absturzstelle erstversorgt und schmerztherapiert werden; anschließend wurde sie ins Krankenhaus Bozen geflogen. Ihr Mann hingehen blieb unverletzt.