Donnerstag, 10. September 2020

664 Neuinfektionen in Österreich – Wien fordert verschärfte Maßnahmen

Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Österreich ist weiterhin besorgniserregend. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 664 Menschen positiv auf Covid-19 getestet, davon 64 im Bundesland Tirol. Auch die Innsbrucker Klinik ist von 9 Corona-Fällen betroffen. Wien fordert angesichts der stark steigenden Fälle die Wiedereinführung von strengeren Maßnahmen.

Von Infektionen betroffen ist auch die  Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie. (Symbolbild)
Von Infektionen betroffen ist auch die Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie. (Symbolbild) - Foto: © APA (dpa/Symbolbild) / Sven Hoppe
In den vergangenen Tagen waren die Zahlen ebenfalls hoch mit 502 bzw. 520.

Laut den Zahlen aus dem Innenministerium (Stand 9.30 Uhr) sind aktuell 4.456 Menschen in Österreich mit SARS-CoV-2 infiziert. 748 Personen sind mit oder an den Folgen des Coronavirus gestorben und 26.043 sind wieder genesen. Auch die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist von 197 auf 205 angestiegen. Davon müssen 39 Menschen auf der Intensivstation behandelt werden. Das sind um drei mehr als am Vortag. Bisher gab es in Österreich 31.247 positive Testergebnisse.

Die meisten Neuinfektionen gab es erneut in Wien mit 387 Fällen, gefolgt von Niederösterreich mit 94, dem Bundesland Tirol mit 64 und Oberösterreich mit 50 Fällen. In der Steiermark fielen 31, im Burgenland 13, in Vorarlberg elf, in Salzburg neun und in Kärnten fünf Corona-Tests positiv aus.

9 positive Fälle an Innsbrucker Klinik

Von Infektionen betroffen ist auch die Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie. Dort liegen neun positive Corona-Fälle vor. Betroffen sind sechs Mitarbeiter und drei Patienten, sagte Klinik-Sprecher Johannes Schwamberger der APA und bestätigte einen Bericht der „Tiroler Tageszeitung“.

Bei einer der Infizierten handelt es sich um eine Pflegemitarbeiterin, von der die Ansteckung ausgegangen sein dürfte. Wo sich die Frau angesteckt hatte, war vorerst unklar. Sie hatte Symptome verspürt und sich daraufhin testen lassen. Testungen von Mitarbeitern, die am Mittwoch nicht auf der Neurologie zugegen waren, standen noch aus.
An zwei Stationen der Neurologie wurde am Mittwoch laut Schwamberger wegen der Fälle ein Aufnahmestopp verhängt. Dieser betreffe aber nur geplante Aufnahmen, keine Notfälle, betonte der Sprecher. Eine Station werde aber noch am Donnerstag wieder geöffnet, wann die zweite wieder aufgehe, sei noch offen.

Wien will Maßnahmen verschärfen

Aufgrund der hohen Zahl an Neuinfektionen kündigte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) im APA-Gespräch an, mit dem Bund über die Wiedereinführung von strengeren Maßnahmen zu sprechen. Nötig seien entweder neue bundesweite Regelungen oder die Möglichkeit, regional Maßnahmen zu verhängen, erklärte er.

Welche Verschärfungen er als sinnvoll erachtet, werde er am Freitag nach dem Gespräch berichten. Der Stadtrat deutete jedoch an, dass es zusätzliche Verpflichtungen zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie neue Bestimmungen bei der Höchstzahl von Menschen in Innenräumen oder auch bei Veranstaltungen im Freien geben könnte.

apa