Montag, 07. September 2020

7 weitere „rote Zonen“ in Frankreich

Frankreich hat am Sonntag sieben neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Damit gelten nach Angaben der Regierung nun 28 der rund 100 französischen Verwaltungsbezirke als „rote Zonen“, wo das Virus „aktiv zirkuliert“. Die Einstufung ermöglicht es den Behörden, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen. Auch in Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark gestiegen.

Durchgeführter PCR-Test in Paris.
Durchgeführter PCR-Test in Paris. - Foto: © APA (AFP) / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT
Neu betroffen sind in Frankreich neben den vier Départements Nord, Bas-Rhin, Seine-Maritime und Côte-d'Or mit Großstädten wie Lille, Rouen, Le Havre, Straßburg und Dijon die beiden Verwaltungsbezirke auf der Mittelmeerinsel Korsika und das Übersee-Département auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean.

Zuerst waren im August der Pariser Großraum und Teile der Mittelmeerküste zu Risikogebieten erklärt worden. Deutschland hat eine Reisewarnung für die Pariser Region sowie die Côte Azur und die Provence ausgesprochen.

Frankreich ist mit mehr als 30.700 Todesopfern eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas und hat bereits seit einiger Zeit mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen zu kämpfen. Am Sonntagabend meldeten die Gesundheitsbehörden gut 7.000 Neuinfektionen. Am Freitag und Samstag waren Rekordwerte von jeweils fast 9.000 neuen Fällen gemeldet worden.

Mit fast 3.000 neuen Fällen hat auch Großbritannien am Sonntag die höchste Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit Ende Mai gemeldet. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, wurden 2.988 Neuansteckungen verzeichnet. Am Samstag hatte die Regierung noch 1.813 neue Fälle gemeldet.

Großbritannien ist mit 347.152 Infektions- und 41.551 Todesfällen das am stärksten betroffene Land in Europa. Am Sonntag kamen zwei neue Todesopfer hinzu.

Der gesundheitspolitische Sprecher der oppositionellen Labour-Partei, Jonathan Ashworth, bezeichnete die steigenden Infektionszahlen im Onlinedienst Twitter als „zutiefst besorgniserregend“. Er forderte Gesundheitsminister Matt Hancock auf, am Montag im Parlament dazu Stellung zu nehmen.

apa