Samstag, 14. März 2020

7000 Italiener wegen Verstoß gegen Ausgangssperre angezeigt

Die italienischen Behörden kontrollieren streng die Einhaltung der drakonischen Vorschriften zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie, die die Regierung ergriffen hat. Rund 160.000 Personen wurden in den ersten Tagen kontrolliert – 7000 wurden angezeigt.

Mit Schutzmasken ausgestattet kontrollieren die Ordnungshüter die Corona-Vorschriften.
Mit Schutzmasken ausgestattet kontrollieren die Ordnungshüter die Corona-Vorschriften. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Nachdem ganz Italien seit Donnerstag unter zweiwöchige Quarantäne mit Sperre von Geschäften und Lokalen gestellt worden ist, wurden allein am Freitag 6942 Personen wegen Verstößen gegen die Vorschriften angezeigt.

Insgesamt wurden 157.271 Personen kontrolliert, teilte das italienische Innenministerium am Samstag mit. 239 Shopinhaber wurden angezeigt, weil ihre Geschäfte trotz der Quarantäne offen waren. 83.454 Geschäfte wurden kontrolliert. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, verletzt Paragraf 650 des Strafgesetzbuches, der Missachtung von Behördenverordnungen ahndet. Dabei drohen 3 Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 206 Euro.

Ein 55-Jähriger aus Pozzuoli bei Neapel wurde angezeigt, weil er seine Wohnung verlassen hatten, um sich Kokain zu beschaffen. Angezeigt wurden auch 3 Prostituierte, die in der toskanischen Badeortschaft Viareggio auf der Straße standen, berichteten italienische Medien.

In der Quarantäne dürfen Italiener nur aus beruflichen, oder dringenden Gründen auf die Straßen, oder um kurze Einkäufe zu erledigen. Sie können dabei von der Polizei kontrolliert werden.

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apa